Heft 
(2023) Bd. 20. Industriedenkmalpflege
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Hansel - Bremen-Nord - die Bahnhöfe Vegesack und Blumenthal

Jessica Hansel

Eisenbahnhochbau in Bremen-Nord - die Bahnhöfe Vegesack und Blumenthal

Die Einführung der Eisenbahn im 19. Jahrhun­dert wird heute vollkommen zu Recht als be­deutender Schrittmacher der Industrialisierung angesehen. Auch der Anschluss Bremens an das damals im Entstehen befindliche Schienennetz in Deutschland gehörte mit zu den wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass sich die Seehandels­stadt zu einem Industriestandort von nationa­ler Bedeutung entwickeln konnte. Als ein erster Schritt dieser Entwicklung wurden Ende des Jahres 1847 mit der Inbetriebnahme der Bahn­strecke Bremen - Hannover neue Handels- und Verkehrswege erschlossen. In einem bereits 1845 zwischen der Stadt Bremen und dem König­reich Hannover abgeschlossenen Staatsvertrag

war vereinbart worden, dass die Bahnlinie auf gemeinsame Rechnung einzurichten und zu betreiben sei.

Bahnhof Bremen-Vegesack

Im Jahr 1859 kam es zum Abschluss eines wei­teren Staatsvertrags zwischen Bremen und Han­nover, der den Bau einer Bahnstrecke zwischen Bremen und dem der Bremischen Exklave Bre­merhaven benachbarten Geestemünde beinhal­tete. Zur gleichen Zeit sollte auch eine von Burgdamm nach Vegesack abzweigende Neben­bahn eingerichtet werden.

Balmhof Bremen-Vegesack, Südostansicht des Empfangsgebäudes, 2009

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