Heft 
(2009) Bd. 6. [Kirchenbauten]
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Denkmalpflege in Bremen Heft 6

St. Godehard, Hemelingen, Inneres

1973 von Rom genehmigten Patronatwechsel von St. Joseph zu St. Godehard eine Erinne­rung daran, dass diese Gemeinde 1970 vom Bistum Hildesheim zum Bistum Osnabrück wechselte.

Das dritte unter Denkmalschutz gestellte katholische Gotteshaus steht in der Neuen Vahr. Die katholische Gemeinde wuchs im Laufe der Zeit durch Zuzug von Gemeindemitgliedern. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, kamen und in jüngster Zeit kommen Menschen in un­sere Stadt, die eine neue kirchliche Heimat in unseren Gemeinden suchen.

Das hatte auch bauliche Folgen. Vor allem nach 1945 bis in die 70er Jahre wurden Kirchen in den neu entstehenden Stadtteilen gebaut, um allen Gottesdienstbesuchern Platz zu bieten und geistliche Orte in den Wohngebieten zu verwurzeln. Eine dieser Kirchen, St. Hedwig in der Vahr, steht inzwischen unter Denkmalschutz. Sie ist ein Beispiel für die Experimentierfreude der Nachkriegszeit in Sachen Kirchenbau.

Architekten waren Theo Burlage und Bernd Niebuer aus Osnabrück.

Der sonntägliche Gottesdienstbesuch hat leider auch in den katholischen Gemeinden in den letzten Jahren abgenommen. Immerhin besuchen heute noch rund 6500 Gemeinde­mitglieder jeden Sonntag in Bremen die Messe. Trotzdem haben wir, nüchtern betrachtet, mehr Kirchen, als wir auf Dauer finanzieren kön­nen. Die Folge: Kleinere Gottesdienststandorte wurden in den letzten Jahren ganz aufgegeben, so St. Katharina in Borgfeld und St. Franziskus in Grolland. St. Katharina in Borgfeld war eine Filiale von St. Georg. Die Kapelle innerhalb eines profanen Gebäudes wurde 1974 benedi- ziert und hatte 50 Sitzplätze. Geräumt wurde sie am 30. Mai 1994. Das noch existente Haus wurde verkauft, um das neue Pfarrheim in St. Georg zu finanzieren.

Am 24. Juli 1994 beschließt der Kirchen­vorstand der St.-Pius-Gemeinde in Huchting, die St.-Franziskus-Kirche in Grolland aufzugeben. Sie wurde 1959/60 vom Architekten L. Sunder-