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Jahrbuch der bremischen Sammlungen : Jahresberichte des Gewerbemuseums, des Kunstvereins, der Stadtbibliothek
Entstehung
Seite
87
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Rolands Standort

von L. Sello

Seit fahren schon wird unser Roland scheel angesehen als ein Steh- imwege in dem wachsenden Strassenverkehr der (Zroszstadt. Man glaubt sich seiner nicht anders erwehren zu Können, als indem man den alten decken beiseite schiebt. 5Ns 1904 diese Trage zum ersten Mal in der Bürgerschaft aufgeworfen wurde, erfuhr sie von selten des Senats- Kommissars eine so ernstlich abmahnende Beantwortung, dasz man die Sache damals auf sich beruhen ließ. Da nun aber neuerdings die Ver­schiebung des s^olandbildes in Vorschlag gebracht worden ist, so hielt es der Herausgeber dieses Jahrbuches für angezeigt, einen der besten Kenner unseres l^olands und seiner (Zeschichte, t?errn (Zeheimrat Sello in Olden­burg, um eine ausführliche Meinungsäußerung über den ursprünglichen Standort des Rolands zu bitten. Zu unserer lebhaften VanKverpflichtung hat der (Zenannts unserer Litte entsprochen und es gestattet, daß wir seinem Berichte das Nachfolgende zur Veröffentlichung entnehmen. Gegen­über der von einigen bremischen Sachverständigen vertretenen Auffassung, dasz der l^oland ursprünglich angelehnt an ein Bauwerk gestanden habe, als welches das alte, zu Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts abge­brochene Rathaus anzunehmen sei, weisz Sello gewichtige Sründe für den gegenwärtigen Platz l^olands als den ursprünglichen anzuführen. Wenn er recht hat, so wäre die Belassung des Rolands an seinem Standort vollends eine Pflicht der Pietät.