Vom älteren bremischen Seescbiffsbau
von Johann 5ocKe
'hne Zweifel ist von jeher in Bremen der Schiffsbau j betrieben worden. Schon die Statuten von 1303 beschäftigen sich ziemlich eingehend mit dem Vau von I Flußschiffen (LKen). Die Kundige I^olle von 1450 be- ! stimmte, daß Kein Bürger sich von fremden ein See- ! oder Flußschiffs bauen lassen dürfe bei w Mark Strafe und verbot den Bürgern bei 20 Mark Strafe, binnen drei fahren ihre neugebauten Schiffe ohne Erlaubnis des l^ats zu verkaufen.
In späteren Zeiten entwickelt sich der Schiffsbau außer in Bremen auch in Vegesack; noch später siedelt er sich im Lcmdgebiet an und gründet endlich auch in Bremerhaven seine großen Niederlassungen.
1. lZremen.
In der Stadt Bremen sind Seeschiffe früher an drei Stellen gebaut worden: am Theerhof und dem angrenzenden Werder, am linken Weserufer auf dem Woltmershauser Werder und gegenüber am rechten Weserufer in der St. Stephcmivorstadt.
Oer älteste Schifksbauplatz ist ohne Zweifel auf dem Theerhof zu suchen, dessen schmale Landzunge zwischen der Kleinen und großen Weser vor Begründung der Neustadt zwar außerhalb der Stadt lag, sich aber in äußerst günstiger, unmittelbarer Nähe des Nnlegeplatzes aller Schiffe, der Schlachte befand und zum Vau sowie zur Reparatur von Schiffen geradezu einladen mußte. Bestimmte Nachrichten über die Lage der Werkten, auf denen Bremen früher im Mittelalter Kriegs- und Handelsschiffe gebaut hat, fehlen uns freilich. Nirgends findet sich z. B. angegeben.
') „Schepe edder LKen."
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