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bahnen ist es in Neusüdwales vielerorts überhaupt erst möglich geworden, Ackerbau und dergl. zu treiben. Vorher waren die Transportkosten derart hoch gewesen, daß an einen lohnenden Absatz der Produkte nicht gedacht werden konnte. In diesem Sinne ist das Eisenbahnwesen dann freilich auch mit ein Faktor für die Besiedlung des Hinterlandes.
Die gesamte Produktion der Kolonie stellte sich für 1871 auf 15 379 000 £, 1891 auf 36 740 000 £,
1881 = 25 180 000 = , 1901 - 38 954 00Ö =.
Im Jahre 1903 lieferten die einzelnen Wirtschaftszweige folgende Produktionswerte:
Ackerbau 8 359 000 £, Bergbau 5 913 000 £,
Viehzucht 12 777 000 = , Industrie 9 600 000 = ,
Milchwirtschaft 3 276 000 £.
Der Gesamtwert der Produktion stieg auf 40 704 000 £, Ein ansehnlicher Teil der Erzeugnisse ist stets ausgeführt worden, wie die folgende Tabelle über die Handelstätigkeit zeigt:
•Jahr
Import
£
Export
£
Wollexport
lbs
Wollexport
£
1850
1 333 000
1 358 000
—
_
1860
6 391 000
5 595 000
14 962 000
1 454 000
1870
7 757 000
7 990 000
47 441 000
2 741 000
1880
14 176 000
15 683 000
154 872 000
8 041 OOO
1890
22 615 000
22 046 000
236 323 000
8 991 000
1900
27 561 000
28 165 000
203 738 000
7 632 000
1906
34 665 000
45 638 000
—
—
Ausgeführt werden außer Wolle noch Kupfer, Gold, Kohle, Silber, Weizen, lebende Tiere, konserviertes und präserviertes Fleisch, Butter, Leder, Talg, Felle usw.; eingeführt dagegen Zucker, Mehl, Getreide, Manufakturwaren, Maschinen, Eisenwaren, Bier, Spirituosen, Papier, Glas- und Töpferwaren.
3. Die Bevölkerungsverhältnisse seit 1851.
Seit den Goldfunden hat sich die Bevölkerung von Neu- siidwales außerordentlich schnell vermehrt. Die unterstützte Einwanderung war auch weiterhin beibehalten worden. Dadurch kamen von 1847—72 107 523 Personen in die Kolonie, und zwar waren es nach den Berichten des Auswanderungsamts