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1913: 1910/11
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I. Deutsch-Ostafrika.

endigte der eine blind, der andere in eine feine Öffnung; in den Eiern konnte man zum Teil Furchungsvorgänge feststellen. In dem Fortsatz mit Öffnung war ein Kanal sichtbar. In nachstehender Figur ist der Mundteil dargestellt.

Der Parasit lebt, nach dem Inhalte des Magens zu urteilen, von dem Blute des Wirtstieres und dürfte in größerer Anzahl in den Magen befanden sich etwa 30 Parasiten eine erhebliche Schädi­gung des Wirtes, vor allem wohl Anämie, verursachen.

Bei einem anderen verendeten Huhne konnte ich das Vorkom­men von Milben in der Bauchhöhle feststellen. Das Bauchfell war mäßig stark besetzt mit Milben, die sich als gelblich weiße, noch gut sichtbare Pünktchen präsentierten.

Die mikroskopische Untersuchung bestätigte, daß es sich um Milben handelte. Diese hatten annähernd die Größe eines Milli­meters, ähnelten Dermatophagusmilben, hatten jedoch 4 Paar gut­entwickelte Extremitäten, die in Haftscheibchen endigten. Charakteristisch war das vollkommene Fehlen von Borsten. Ob der Tod des Huhnes durch die Milben oder einen anderen Umstand her­beigeführt war, ließ sich nicht entscheiden.«

16. Unbekannte seuchenhafte Erkrankungen.

a. Gnu-Krankheit.

Hierüber liegt folgender Bericht des Reg. Tierarztes Dr. Sommerfeld vor.

Vor Jahren schrieb S., daß ihm regelmäßig kurz nach der Regenzeit Kälber erkrankten und eingingen, die an Plätzen geweidet hatten, wo Gnus standen, und zwar sollte die Krankheit dadurch zu­stande kommen, daß sich die Gnus die Haare ausrauften und diese von den Kälbern mit dem Gras auf genommen wurden. Nachdem die Kälber auf eine andere Weide gebracht wurden, hatte S. keine Ver­luste mehr durch diese Erkrankung. Ich erlegte ein altes weibliches Gnu (Einzelgänger). Bei der Sektion zeigte es sich, daß es an einer Magendarmerkrankung litt, ähnlich der bei Katarrhalfieber beob­achteten. Auffällig war dabei ein großes tiefgehendes Geschwür; ein zweites Gnu hatte keine akuten Erscheinungen, jedoch sprach eine ganz schwache Pigmentierung im Darm für die Möglichkeit einer abgelaufenen Krankheit. Untersuchungen auf Koccidien ver­liefen negativ. Es wäre sehr interessant, dieser Sache weiter nach­zugehen und Sektions-, Fütterungs- und Impfversuche vorzunehmen.