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Der Plantagenbau in Kamerun und seine Zukunft : drei Reiseberichte / von F. Wohltmann
Entstehung
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I. Keimische und tropische Landwirtschaft und der tropische

Wauööau.

^ie die Menschenrassen in ihren Eigenarten in erster Linie durch das Klima bestimmt werden, so sind auch die Kulturpflanzen zuerst vom Klima abhängig. Die von uns in der Heimat angebauten hauptsächlichsten Gewächse sind für die Tropen nicht geeignet, ja die meisten derselben reichen kaum in die Subtropen hinein. So findet der Roggen in Griechenland sein südlichstes Anbaugebiet, auch der Hafer dringt nicht weiter nach Süden und der Weizen und die Gerste müssen, je wärmer die Gefilde werden, dem Mais, Sorghum, der Negerhirse rc. und dem Reis weichen und werden in der eigentlichen Tropenzone vom 26 o nördlicher bis 26 o südlicher Breite aus­genommen natürlich in hohen Gebirgslagen nicht mehr ange­troffen. Mit Kartoffeln und Rüben steht es nicht viel anders, an ihre Stelle treten im Erdgürtel Bataten, Pfeilwurz, Manioka, Janis, Koko rc. als menschliche Knollennahrung. Dazu kommt dann ferner die große Anzahl der nährstoffreichen sogenannten Südfrüchte und Oelgewächse, welche den Tropen insbesondere eigen sind. Erstere bieten dem menschlichen Gaumen zwar viele Abwechselung, pflegen jedoch dem Europäer wegen ihres Mangels an Frische und häufig auch Aroma auf die Dauer weniger zuzusagen, als die heimischen Frucht­arten. Die tropische Landwirtschaft hat jedoch vor der heimischen bekanntlich den Anbau einer großen Anzahl von Reiz- und Gewürz­früchten voraus, wie Kaffee, Thee, Kakao, Pfeffer, Vanille rc. rc., so­wie einiger Gespinnst- und Faserpflanzen. Und gerade die eben ge­nannten Früchte machen, nachdem man heute gelernt hat, sie in rationeller Weise anzubauen, einen Haupttheil der tropischen Land­wirtschaft aus und liefern bereits jetzt, mehr aber noch in der Zukunft, die vornehmlichsten Exportartikel der Tropenländer. Der Grund, weshalb unsere heimischen Kulturpflanzen wenn man von