Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1906)
Entstehung
Seite
441
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Malaria.

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441

Malariamorbidität in Kaiser-Wilhelms-Land (nach R. Koch).

* I. Bogadjim

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II. Bongu

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1

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0/

10

Kinder unter 2 Jahren

10

8

80

Kinder unter 2 Jahren

6

6

100

Kinder von 25 Jahren

12

5

41,6

Kinder von 25 Jahren

13

6

46.1

Personen von 555 Jahren

86

0

0

Kinder von 510 Jahren

17

4

23,A

Personen von 1040 Jahren

39

0

0

Malariamorbidität in Java (nach R. Koch).

Unter -i Infi- I 0 suchte zierte !

Kinder unter 1 Jahr 297 66 22,1

Kinder über 1 Jahr ij 429 j 47 10,9

Koch wies schon damals auf die "Wichtigkeit dieses Befundes hin bezüglich 4 lob, der Bekämpfung der Malaria, da nur die Kinder der Eingeborenen die Träger der ißlßlÜ Malariainfektion in einer Malariagegend seien. Man hat also nach Koch ein gutes

[ 9 lJiK Mittel, durch Untersuchung der Kinder der Eingeborenen die Verbreitung der

inbiU Malaria in bestimmten Bezirken festzustellen. Es folgert daraus auch logischerweise, >{ eiüb daß jede dauernde Verminderung der Malariainfektion bei den Eingeborenen gleich- neLecf bedeutend wäre mit einem Schwinden der Malaria. An allen Orten fanden nun- irlsm mehr erneute systematische Nachprüfungen der Kocuschen Befunde statt.

Stephens und Christophers fanden in Oberguinea die jüngsten Kinder ebenfalls fg ms am stärksten infiziert und zwar bis zu 90%, 812jährige nur noch in 2875% und

Mujßlg glauben, daß die Eingeborenen ihre Immunität gegen Malaria im Kindesalter erwerben.

iS ml Im British Medical Annual Report 1897 stellte Daniels an der Hand von 1500 Sektionen .Jeaf fest, daß nahezu alle Farbigen die Malaria schon in frühester Jugend erworben hatten, b hnu und daß im 5. Lebensjahre 81,4% sämtlicher Todesfälle die Zeichen der Malariainfektion »y/injs aufwiesen. Auch Wellman fand in Benguela, daß der Milztumor sein Maximum bei 5 Jahre ri9fk ' alten Kindern erreichte, worauf sich derselbe bis zum Alter von 15 Jahren verminderte f bau und bei 25jährigen nur noch selten gefunden wrnrde. Wenn auch ein Milztumor, der in-

9$Iot folge von Malaria entstanden ist, nicht eo ipso als gleichbedeutend anzusehen ist mit be­ttete stehender latenter oder akuter Malariainfektion, so doch mindestens in 70% der Fälle,

ii ilal Ich fand z. B. Juli 1900 bei den Ewenegern Togos bei Erwachsenen, Halberwachsenen

1 hnu und Kindern mikroskopisch nachweisbare Malariainfektion in 47,2% schon bei flüchtiger

19Hk 7 Untersuchung des lebenden Blutes, Milztumor in 33%. Auch bei den älteren Duala-

t9g9n negern war Milztumor viel seltener als bei den Negerkindern.

James fand auch in einigen Malariagegenden Indiens eine Infektion bei Kindern T9Jmr i unter 10 Jahren in 6075 °/o, während die Erwachsenen keine Infektion zeigten. 92 üA Angeblich sollte dieses Verhalten nur in stark malarischen Gegenden Vorkommen.

n nl In weniger malarischen Gegenden wäre die relative Immunität der Erwachsenen

hfoin nicht so ausgesprochen. Man kann sich diese Angabe mit van der Scheer da-

lo-mfr durch erklären, daß in stark malarischen Orten Kinder wie Erwachsene ihre

itüfs'r relative Immunisierung infolge der forwährend neu erfolgenden Infektion erreichen.

gaiH Hingegen könnte in einem Lande mit seltenerer Infektionsmöglichkeit dieser

raml Immunisierungsprozeß immer aufs neue unterbrochen werden, was die Infektion

'i9h der Erwachsenen erklären würde. Dies würde auch erklären, warum in den