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Bd. 3 (1906)
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Malaria.

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2 oaLalso gerade diejenigen Elemente vermehrt, welche an der Pliago- sofyeytose im peripheren Blute beteiligt sind.

1 Lbrigens sei erwähnt, daß bereits Löwit nach Einführung verschiedener Eiweiß-

s efiod?toffe zunächst eine Verringerung der weißen Blutkörper (Leukopenie) fand. Auch Ewing um iLmh nach Injektion von Stoffwechselprodukten von Bakterien Hvpoleukocytose und dabei iuüdaJAnhäufung der Leukocyten in inneren Organen.

I Bezüglich prozentualer Beteiligung der übrigen Leukocytenarten seien noch die

oßdoafBeobachtungen von Ouwehand und Horder erwähnt. Ersterer fand bei Eingeborenen IloH 4in Holländisch Indien, letzterer bei Chinesen relative Vermehrung der eosinophilen Zellen, nieo!f|Eosinophilie kann man zweifellos bei anämischen, chronisch malariakranken Neger- nobaijkindern nicht selten sehen. Indeß ist, wie ich speziell für Kamerun nachwies, eventuell b xianjauch die weit verbreitete Eilariakranklieit in Beziehung zur Eosinophilie zu bringen.

; AVährend akuter Tertiana und Quartana und leichter Perniciosa ist die Zahl der »oihi9i.Leukocyten nur scheinbar vermindert, da sicli dieselben in inneren Organen auf- .notlßi halten. Bei schwerer chronischer Anämie und bei Kachexie kann es schließlich x rlor/jauch zu einer absoluten Verringerung der Leukocyten kommen. Es ist klar, daß ein 'rfooniKnochenmark, dessen Inhalt sich in eine sulzige Masse, oder eine Milz, deren

Parenchym sich größtenteils in Stützgewebe mit großen Lakunen verwandelt hat, r tdoxinicht mehr normal funktionieren kann. Wir können solche Befunde bei chronischer rad/ilfMalaria und Kachexie sehen.

I

II. Fieberverlauf (Ursache des Fieberanfalles, Typuswechsel etc.).

Ein weiteres Kennzeichen der Malaria ist der typische Fieberverlauf, in- : meldem sich der Fieberanfall meist zu ganz bestimmten Zeiten wiederholt. Derselbe setzt ü rfoifsich aus den drei klassischen Symptomen Frost, Hitze und Schweiß zusammen. TrAjWir betrachten hier zunächst nur das allgemeine Schema. Die Ausnahmen bei den ürno^ Perniciosen usw. werden wir noch kennen lernen. Schon mehrere Stunden vor dem 'isOTtl Frost Stadium gehen demselben Prodromalsymptome voraus, bestehend in Müdigkeit, Oqo3Kopfschmerzen, Gähnen, Schwere in dem ganzen Körper, Appetitlosigkeit usw. noibB Schon während dieser Prodromalsymptome kann die Temperatur um einige Zehntel obn'ix Grade erhöht sein. Der Schüttelfrost kann bald nur angedeutet sein und nur leichtes JOtiliF Kältegefühl bestehen, bald ist er so stark, daß das Bett erzittert. Gerade während ' öof des Schüttelfrostes bestehen meist starke Kopfschmerzen und Cyanose der Schleim- otuiif häute und der Nägel. Die Haut fühlt sich meist kühl an. Die Haltung ist unwillkürlich x oni eine zusammengekauerte, um die Wärmeabgabe der Haut möglichst einzuschränken, "o! tiC Oft können die Kranken gar nicht Betten genug auf ihr Lager aufgetürmt bekommen. 1 oiQ Die Dauer des Froststadiums wechselt durchschnittlich von 1 22 Stunden. Über 7 ^ßf das Verhalten des Pulses vgl. Fig. 46. Es folgt dann das Hitzestadium, welches [hisil: durchschnittlich 48 Stunden dauert. Das Gesicht rötet sich, die Konjunktiven bx97/ werden injiziert, die Haut des Körpers ist glühend heiß, die Lippen sind trocken,

1 Jjjtjj und quälender Durst tritt ein. Trotzdem wird das Befinden jetzt besser. Die qm9T Temperatur erreicht nunmehr ihren höchsten Grad und kann bis 41 steigen, in rotfoa seltenen Fällen sogar bis 43.

j Ich sah einen Fall in Kamerun, wo die Temperatur nicht mehr gemessen werden

tnnoa konnte, da der Thermometer nur bis 43° zeigte. Es bestand augenscheinlich Neigung T 'iofl der Temperatur, noch über 43° hinaus zu steigen. Noch 3 Stunden nach dem Tode be- 1 gn-d trug die Temperatur 40,3° in der Achselhöhle, worauf schneller Abfall erfolgte.

Schließlich tritt das Schweißstadium ein, welches von verschiedener Dauer moa sein kann und meist ziemlich deutlich ausgesprochen ist, während gleichzeitig die [JX19T Temperatur zur Norm und nicht selten bis unter 36 sinkt. Die meisten Kranken