Malaria.
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II. Untersuchung der Gewebe.
Zum Studium der pathologischen Vorgänge verwenden wir außer der genauen liem makroskopischen Betrachtung Ausstrich und Schnittpräparate. Die Ausstrichpräparate
’ nov von Milz, Leber, Knochenmark, Gehirn werden wie Blutpräparate behandelt, also
En 9f je nach dem Zwecke gleich in feuchtem Zustande oder nach Lufttrocknung fixiert.
mS Zur Herstellung der Schnittpräparate nimmt man kleine Stückchen, würfelförmig,
ßwte etwa 1 ccm groß und fixiert mit absolutem Alkohol, Sublimatalkohol, Herrmaxn-
isifoe scher Flüssigkeit oder Formalin (4—8 %) usw. Jedoch läßt die Formalinhärtuug
f 9ib die Ro ma xows ky’ sehe Färbung nicht hervortreten, während die roten Blutkörper
xloia sich damit besonders gut konservieren lassen. Die Aufbewahrung der Präparate
ilof'19 erfolgt in 80 % Alkohol.
Romanowsky- Färbung der Schnitte (nach Leishman).
Kleine Organstücke werden fixiert in Alkohol und darauf in Xylol und Paraffin rideg gebracht. Die Paraffinschnitte werden auf Deckgläschen oder Objektträger (durch Er- miDf wärmen) fixiert, das Paraffin durch Xylol ausgezogen, das Xylol durch Alkohol entfernt hnn und das 3—4mal wiederholt. Zuletzt Präparat mit Wasser waschen. Auf den feuchten rnrfoS Schnitt werden für 5 Minuten 1—2 Tropfen frischen Blutserums gebracht, der Überschuß entfernt und getrocknet, hierauf 1 oder l 1 j 2 Stunden in einer Mischung von 2 Teilen der isiaJ LEiSHMAx’schen Lösung mit 3 Teilen destillierten Wassers gefärbt. Farblösung 1—2 mal :9 hx zu erneuern. Abwaschen mit destilliertem Wasser und abwechselnd Entfärbung mit gtBaä Essigsäure 1:1500 und Natronlauge (1 : 7000). Die Kerne müssen dann die charakte- iBifaii ristische Chromatinfärbung zeigen. Waschen mit Wasser, Trocknen mit Fließpapier und ivlnS Entwässerung durch Alkohol absolutus (einmal über das Präparat laufen lassen). Hierauf
:daiil Einbringen in Xylol und nach völliger Klärung des Präparates Einlegen in Canadabalsam.
Die Resultate sind nicht immer gleichmäßig. Vor allem geben nur ganz dünne niloS Schnitte von 2—3 ft Chance des Gelingens der Färbung.
II ämatoxylin -Eosinmischung
1 fax i ist für gewöhnliche Untersuchungen vorzuziehen, vgl. die Leitfäden über histologische rlo9T ■ Technik.
Einbettung der Präparate
ilonn nach Romanowsky gefärbt, geschieht nach R. Koch’s Vorschlag am besten in 5ba0 Cedernöl, andernfalls in Xylol-Canadabalsam.
I III. Ziichtungs- und Untersuchungsinethoden bei den infizierten
Mücken.
Den Ausführungen Eysell’s in Bd. II seien noch einige wichtige Bemerkungen x9d/r über die Aufzucht der Mücken zu experimentellen Zwecken hin zugefügt. Das Ein- grud fangen von Moskitos zu Infektionsversuchen mit Hilfe von Kätschern empfiehlt ibia sich nicht, da nach meinen Erfahrungen solche Moskitos leicht beschädigt werden bmr ^ und meist nicht mehr zum Stechen zu bringen sind.
i Die mit dem Reagenzgläschen gefangenen Moskitos bringt man in ein Vivarium
1ojb:i f nach untenstehendem Muster.
' Zwei einander gegenüberliegende Querseiten bestehen aus Gazestoff, um der frischen
HölI Luft Durchgang zu schaffen, zwei andere Querseiten aus Glas, um das Innere überschauen >1 ux zu können. Der Boden ist ausziehbar und mit Sand und einigen Reisigstücken bedeckt.