Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1906)
Entstehung
Seite
351
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Malaria.

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II. Untersuchung der Gewebe.

Zum Studium der pathologischen Vorgänge verwenden wir außer der genauen liem makroskopischen Betrachtung Ausstrich und Schnittpräparate. Die Ausstrichpräparate

nov von Milz, Leber, Knochenmark, Gehirn werden wie Blutpräparate behandelt, also

En 9f je nach dem Zwecke gleich in feuchtem Zustande oder nach Lufttrocknung fixiert.

mS Zur Herstellung der Schnittpräparate nimmt man kleine Stückchen, würfelförmig,

ßwte etwa 1 ccm groß und fixiert mit absolutem Alkohol, Sublimatalkohol, Herrmaxn-

isifoe scher Flüssigkeit oder Formalin (48 %) usw. Jedoch läßt die Formalinhärtuug

f 9ib die Ro ma xows ky sehe Färbung nicht hervortreten, während die roten Blutkörper

xloia sich damit besonders gut konservieren lassen. Die Aufbewahrung der Präparate

ilof'19 erfolgt in 80 % Alkohol.

Romanowsky- Färbung der Schnitte (nach Leishman).

Kleine Organstücke werden fixiert in Alkohol und darauf in Xylol und Paraffin rideg gebracht. Die Paraffinschnitte werden auf Deckgläschen oder Objektträger (durch Er- miDf wärmen) fixiert, das Paraffin durch Xylol ausgezogen, das Xylol durch Alkohol entfernt hnn und das 34mal wiederholt. Zuletzt Präparat mit Wasser waschen. Auf den feuchten rnrfoS Schnitt werden für 5 Minuten 12 Tropfen frischen Blutserums gebracht, der Überschuß entfernt und getrocknet, hierauf 1 oder l 1 j 2 Stunden in einer Mischung von 2 Teilen der isiaJ LEiSHMAxschen Lösung mit 3 Teilen destillierten Wassers gefärbt. Farblösung 12 mal :9 hx zu erneuern. Abwaschen mit destilliertem Wasser und abwechselnd Entfärbung mit gtBaä Essigsäure 1:1500 und Natronlauge (1 : 7000). Die Kerne müssen dann die charakte- iBifaii ristische Chromatinfärbung zeigen. Waschen mit Wasser, Trocknen mit Fließpapier und ivlnS Entwässerung durch Alkohol absolutus (einmal über das Präparat laufen lassen). Hierauf

:daiil Einbringen in Xylol und nach völliger Klärung des Präparates Einlegen in Canadabalsam.

Die Resultate sind nicht immer gleichmäßig. Vor allem geben nur ganz dünne niloS Schnitte von 23 ft Chance des Gelingens der Färbung.

II ämatoxylin -Eosinmischung

1 fax i ist für gewöhnliche Untersuchungen vorzuziehen, vgl. die Leitfäden über histologische rlo9T Technik.

Einbettung der Präparate

ilonn nach Romanowsky gefärbt, geschieht nach R. Kochs Vorschlag am besten in 5ba0 Cedernöl, andernfalls in Xylol-Canadabalsam.

I III. Ziichtungs- und Untersuchungsinethoden bei den infizierten

Mücken.

Den Ausführungen Eysells in Bd. II seien noch einige wichtige Bemerkungen x9d/r über die Aufzucht der Mücken zu experimentellen Zwecken hin zugefügt. Das Ein- grud fangen von Moskitos zu Infektionsversuchen mit Hilfe von Kätschern empfiehlt ibia sich nicht, da nach meinen Erfahrungen solche Moskitos leicht beschädigt werden bmr ^ und meist nicht mehr zum Stechen zu bringen sind.

i Die mit dem Reagenzgläschen gefangenen Moskitos bringt man in ein Vivarium

1ojb:i f nach untenstehendem Muster.

' Zwei einander gegenüberliegende Querseiten bestehen aus Gazestoff, um der frischen

HölI Luft Durchgang zu schaffen, zwei andere Querseiten aus Glas, um das Innere überschauen >1 ux zu können. Der Boden ist ausziehbar und mit Sand und einigen Reisigstücken bedeckt.