Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1906)
Entstehung
Seite
208
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Moqu.-Tand., wird aber im Blute der Frösche selbst nur selten gefunden. Setzt man nun mit Trypanosoma inopinatnm infizierte Egel an völlig parasitenfreie Frösche, so finden sich später in deren Blute Drepanidienformen. Umgekehrt läßt sich aber auch Helobdella mit der Trypanosomenform infizieren durch Saugen an Fröschen, die nur die Drepanidien- form in ihrem Blute beherbergen. Weitere Beobachtungen Billets weisen darauf hin, daß die Drepanidienform aus der Trypanosomenform durch Verlust der Geißel entsteht. Es würde dies also an das Auftreten der Trypanosomen- und Halteridienformen bei Haemoproteus erinnern. Immerhin ist die Rolle, welche die Trypanosomenform in der

Fig. 51.

Entwicklung von Lankcsterella spec. (aus Billet).

1, 2 Trypanosomenform (Tryp. inopinatum Sergent). 3 Verlust der Geißel. 48 Frei im Serum lebende Drepanidienformen. 911 Eindringen in einen Erythrocyten unter Verlust der Geißel und in Erythrocyten schmarotzende Drepanidienformen; Vermehrung durch Zweiteilung. 11 (unten)14 Schizogonie ( Dactylosoma Labb£). 15 Merozoiten.

16 Junge Drepanidenform.

Lebensgeschichte der Lankesterella spielt, noch nicht völlig aufgeklärt. Indessen sei noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, daß Laveran in dem Blute einer abyssini- schen Kröte neben einer kleinen, wohl zur Gattung Lankesterella gehörenden Hämogre- garinide gleichfalls noch eine kleine Trypanosomenform gefunden hat. In diesem Zusammen­treffen kann vielleicht eine weitere Stütze für die bereits an sich sehr wahrscheinliche Auffassung Bili.ets erblickt werden.

2. Hiimogregariniden (1er Eidechsen und Schlangen.

(Karyölysus u. a.)

Von den Hämogregariniden der Eidechsen und Schlangen ist die am besten be­kannte Art der im Blute europäischer Eidechsen schmarotzende Karyolysus lacertarum (Danil.), dessen Vermehrung in der Blutbahn der Zwischenwirte namentlich von Labbü und dessen Weiterentwickelung im Körper des definitiven Wirtes von Schaudinn näher studiert worden ist.

Karyolysus lacertarum (Danil.) aus Lacerta muralis (Laur.) und einigen anderen Lacerta -Arten ist unter anderem dadurch charakterisiert, daß die Ver­mehrung im Blute dieser Lacerta -Arten eine multiple ist, daß aber diese im Inneren der Erythrocyten erfolgende Schizogonie sich unter zwei verschiedenen Formen ab­spielt. Besonders auffällig ist dies au der Größe der bei der Vermehrung gebildeten Fortpflanzungskörper (Merozoiten). Die einen Individuen nämlich bilden Mikromero- zoiten von nur 45 y Länge, die anderen Makromerozoiten von 78 y Länge. Ein