Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1906)
Entstehung
Seite
125
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Die im Blute schmarotzenden Protozoen und ihre nächsten Verwandten. 125

identisch, welches die englische Sleeping Sickness Commission in einem Falle bei einem Ochsen in Uganda gefunden hat, und welches auf Hunde gleichfalls nicht übertragbar war. (Ein gleichfalls mißlungener Übertragungsversuch auf eine Meer­katze ist nicht beweiskräftig, weil erst nach dem Tode des Ochsen gemacht, obwohl bereits während der letzten sechs Wochen vor dem Tode die Trypanosomen nicht -einmal mehr durch Zentrifugieren nachweisbar waren.)

Weiteres über die Art ist nicht bekannt. Laverans Annahme ihrer Selbst­ständigkeit beruht daher zurzeit nur auf ihrer Kleinheit und ihrer Nichtübertrag­barkeit.

Gefunden von Ziemann im Küstengebiete Kameruns, wo Tryp. brucei fehlt, xmd zwar bei Rindern, Schafen und Ziegen.

Von Tryp. brucei namentlich im lebenden Zustande leicht zu unterscheiden jj ; wegen der ganz anderen Bewegungsweise. Niemals wurden die für Tryp. brucei l| f'und andere Arten so charakteristischen schlängelnden Bewegungen ohne merkliche j Ortsveränderungen beobachtet, vielmehr ist für Tryp. vivax gerade umgekehrt eine | rasche Vorwärtsbewegung charakteristisch, die eswie einen Hecht kt in mehr oder j weniger gerader Linie quer durch das Gesichtsfeld schießen läßt. Hierbei geht das I Geißelende voran.

Erinnert dies an Tryp. evansi , so soll nach einer von Ziemann mitgeteilten Äußerung Laverans auch im konservierten Präparat Tryp. vivax von Tryp. evansi nicht zu unterscheiden sein. 1 ) Es ist also nicht ausgeschlossen, daß es sich mu­

mm schwach ausgebildeter undulierender typische Trypanosömenform.

säum derselben, sehr kurzer oder völlig

fehlender freier Geißel, rundem Blepharoblast und nicht auffällig zugespitztem Hinterende. Daneben gelangten einige Involutionsformen zur Beobachtung, die die­selbe Plasmastruktur erkennen ließen wie die ausgebildeten Trypanosomen, in deren Kern aber die Chromatinkörner weniger regelmäßig angeordnet waren und ein be­sonderer Innenkörper nicht deutlich hervortrat (vgl. Fig. 256).

Der Übertragung werden Tabaniden verdächtigt.

J ) Vgl. aber auch S. 130 über die Schwierigkeit der Unterscheidung von Tryp. tvansi und Tryp. brucei.

Nach einer Vermutung von Baleour wäre mit dieser Art ein Trypanosom

Trypanozoon vivax (Ziemann).

f?| um eine afrikanische Varietät des Surra- f ; * parasiten handelt, wie gleiches auch für i' ) -einige der nachstehend besprochenen Try-

«j) panozoen vermutet werden darf.

Fig. 25.

sandten Originalpräparate die unter sich <j 7 durchaus gleich gestalteten Trypanosomen ,f -(vgl. Fig. 25 a) kleiner wie Tryp. brucei,

I | 1826, bisweilen bis zu 30 y, die Breite

i 22 1 , , 2 y ; der runde Blepharoblast liegt

[ Hinterende.

nahe dem meist etwas zugespitzten

Die Länge beträgt nach Ziemann

Ich selbst finde in einem mir über-

§ mit einem außerordentlich klaren, der

j| Granulationseinschlüsse völlig entbehrenden

4 - und sehr schön alveolären Protoplasma, mit

Trypanozoon vivax (Ziem.) aus dem i.luie des Schafes (Kamerun). Original. Vergr. ca. 30b0:l.

a

b

b Involutionsform.