zweites Kapitel.
Durch Lransvaal uncl den Oranje--?m5laat nach ^acobsdal.
Pretoria, den 8. Dezember l8c>c>.
Beute ist nur geradezu pudelwohl. Bor einigen stunden bin ich in Pretoria angekommen, schmutzig und schmierig, nicht zum Ansehen, und jetzt sitze ich in dem eleganten Wohnzimmer meines liebenswürdigen UArtes, des Berrn Ingenieur U?erner, sauber und rein „wie'n gewaschenes Tngelein". Das Bad naäi dem ^taub und der Bitze war geradezu eine Schlemmerei, und Berrn IDerners IDeinkeller ist aueb nicht von j?appe. verehrtes Tagebuch, meine glückliche Stimmung soll dir nach langer Vernachlässigung wieder zu deinem Uechte verhelfen.
Gott sei Dank, jetzt sind wir doch wenigstens in Transvaal; lange genug hat's gedauert. Kaum hatten wir Beira verlassen, so bemerkten wir, daß wir uns dem Kriegsschauplatze näherten. Am 6. Dezember fünf Uhr morgens wachte ich vom stoppen der Umschule, von unruhigem Bin- und Bergetrappel an Deck auf. Im ^chlafanzug stürze ich nach oben und sehe im Balbdunkel Gestalten am schiff in die L)öhe kriechen und über die Ueeling springen. Giebt's denn hier Seeräuber? Ah, j?ardon, die Berren sind englische Offiziere von B. UI. „Ulagicienne" und wollen uns nur ein bißchen auf Kriegskontrebande untersuchen. Da man nichts findet, verabschiedet man sich höflich und läßt uns weiter das göttliche Uleer durchpflügen, (später wurde den Berren das einfache Inspizieren zu eintönig, unsere beiden Nachfolger, die ckchiffe „Bundesrat" und „Berzog" waren bekanntlich so verdächtig, daß sie nach