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Unter dem Deutschen Roten Kreuz im Südafrikanischen Kriege / von H. Küttner
Entstehung
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Erstes Kapitel.

l.Ion kerlin nach äer Velagoa-Kai.

Berlin, den p November ;8y>>.

welche Aufregung iu Berlin! führen wir denn selbst Krieg oder nur das kleine Heldenvölkchen iu Südafrika, welches gegen das stolze Albion seine Unabhängigkeit verteidigt? Überall hört man nur von den Buren; im s?serdebahnwagen, im Mmnibus, aus der Stadtbahn, in jedem Bestaurant finden sich die verschiedenartigsten Elemente zusammen im Gespräeb über Südafrika, im schwärmen für die Buren, im Schimpfen aus die Engländer. Der größte Trubel herrscht abends aus der Friedrichstraße, wenn die Ucännlein und Meiblein mitdet neiste Extrablatt" kommen, das reißenden Absatz findet. Besonders einer dieser Herolde der ^Weltgeschichte bat mir imponiert. Uut Stentorstimme ließ er sich vernehmen:De

Engländer haben wieder mal verd.Kloppe jekrijt. Laade-

schmitt is man bloß noch een Trünnnerhausen." Eprach's, und weithin strahlte rötlich der Gipfel seines Gesichtsvorsprunges. )ch selbst bin durchaus nicht frei von der allgemeinen Erregung, denn vor drei Tagen habe ich den endgültigen Bescheid bekommen, daß ich als Uutglied einer Expedition des Deutschen Boten Kreuzes zu deu Buren gehen soll. Diese Uussion ist mir nicht nur wegen meiner Sympathien für die Buren höchst willkommen, sie läßt auch mein kriegschirurgisches Herz höher seblagen, bietet sich doch jetzt die langersehnte Gelegenheit, die UArkung der modernen klein- kalibrigen Ukantelgeschosse zu studieren. Gerade der vergleich mit den alten Bleigeschossen, die ich während meiner Thätigkeit im