Vergiftungen durch pflanzliche Gifte 247
5. Wabajo. (Ouabaio.)
Die Eingeborenen von Somaliland vergiften ihre Pfeile mit Wabajo (d. i. in ihrer Sprache Gift überhaupt) welches aus einer von einigen Stämmen Merheddo, von anderen Waba oder Wabai genannten Pflanze, dem 1 Vabajostranck, einer AJcokau- there , gewonnen wird. Die frischen oder getrockneten Wurzeln werden grob zerkleinert und zum Kochen aufgesetzt. Der Absud wird dekantiert, von Holzstückchen gereinigt und auf dem Feuer belassen, bis eine gewisse Konsistenz erzielt ist. Durch Zusetzen von Aloesaft oder Gummi entsteht dann eine homogene Masse, welche an den Eisenspitzen der Pfeile leicht haftet.
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Akoikanthera Schimperi DU. (nach A. Richard).
Zweig mit Blüten. Nr. 1—7 Ansichten und Schnitte, Blütenteile und Früchte.
Die Wirkungen von einem frisch zubereiteten Wabajo sind besonders rasch und heftig, die Somali haben für ein solches Präparat die Bezeichnung „ghegari“, d. i. äußerst mörderisch. Jene Stämme verwenden es zur Jagd auf Raubtiere und sonstiges Großwild, sowie im Kriege und glauben, daß seine Wirkung sich darin äußere, daß die Kopf- und Körperhaare nicht mehr festsitzen. Um festzustellen, ob eine Pfeilwunde vergiftet ist,
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