Neuntes Kapitel.
Handel und Klima der Älavenküste.
(Die Ausfuhrartikel. — Palmöl und Palmkerne. — Die Zubereitung des Oels. — Erzeugnisse des Innern. — Bambusnüsse. — Mais. — Elfenbein. — Einfuhrwaren. — Rum. — Genever. — Tabak. — Manufakturwaren. — Lome. — Bagida. — Klein- und Groß-Povo. — Geld. — Tauschhandel. — Kredit. — Zölle. — Geschichte des Handels. — Die deutschen Firmen. — Sklavenhandel. — Aussichten für deutsche Kaufleute. — Native Clerks. — Das Klima. — Pocken. — Fieber. — Die Jahreszeiten. — Die Regenperiode. — Der Harmattan.
— Temperatur der Luft.)
4 sich über den Markt und die Bedeutung jenes Gebietes H an der Sklavenküste, wo Deutschland seine Flagge gehißt hat, ein eignes Urteil bilden zu können, mögen die nachfolgenden, mühsam zusammengetragenen Daten dienen, die sich jedoch auf das ganze Gebiet der Sklavenküste erstrecken, an der deutsche Firmen Handelsfaktoreien besitzen.
Trotz der Schattenseiten des Klimas, trotz der Trägheit und Unehrlichkeit der Eingebornen werden von der Sklavenküste Landeserzeugnisse in ungeheuren Mengen verschifft, und zwar müssen zwei Ausfuhrartikel, Palmöl und Palmkerne, fast den ganzen Wert der Einfuhr decken. Was aus diesem Lande gemacht werden könnte, wenn ein regsam schaffendes Volk hier lebte, läßt sich heute kaum ermessen. Der freie Neger ist aber weit weniger zur Erzeugung von Gütern als zum Umsatz von Gütern beanlagt. Dieselbe Vorliebe, welche der mit Spanierblut vermischte Indianer Südamerikas der Beschäftigung mit Politischen Dingen entgegenbringt, widmet der Neger dem Handel.