Teil eines Werkes 
1 (1885) Das Togoland und die Sklavenküste : Leben und Sitten der Eingebornenen, Natur, Klima und kulturelle Bedeutung des Landes, dessen Handel u. die deutschen Faktoreien auf grund eigner Anschauung und Studien geschildert
Entstehung
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Viertes Kapitel.

Das Togo-Land: der b^andelsort Lome, das Aanssa- Lager bei Abosa. Die ^etischstadt Be.

(Art des Reifens in Westafrika. Im Tornado. Das englische Danoe. Nicht Schmuggel, sondern rechtmäßiges Geschäft. Das Grenzdorf New Sierra Leone. Togo-Land. Der Handelsort Lome. Alles im Entstehen. Jahresumsatz von 720000 bis 960000 Reichsmark. Deutsche Waren. Vier deutsche Grenzpfühle. Ein­heimische Pferde. Unangenehmes Buschdickicht längs der Küste. Ein englischer Militürposten auf deutschem Schutzgebiete. Das Haussa- Lager bei Abosa. Verirrt. Die heilige Fetischstadt Be. Der Kriegsgott und seine sonderbaren Verbote. Ein Hosen-Palaver. Dürftige Bekleidung des weiblichen Geschlechts. Marken und Haar­trachten. Menschenraub an Stelle der Pfändung. Die Fetischpriester.)

dem geneigten Leser ein Bild von Land und Leuten im II neuen deutschen Schutzgebiete zu geben, möchte ich ihn ein- ^ laden, mich auf den vielen quer durch das Land unter­nommenen Streifzügen zu begleiten.

In das deutsche Gebiet gelangte ich von Quitta (an der englischen Goldküste) aus, woselbst ich in dem dortigen großen, nur von den drei Herren Brandt, Silckenstädt und Walbrecht bewohnten Faktorei-Gebäude der Bremer Firma Friedrich M. Victor Söhne ein gastliches Heim gefunden hatte und von Herrn Brandt eingeladen worden war, ihn in der Hängematte auf seiner Reise nach dem englischen Danoe und dem deutschen Lome, woselbst das vorgenannte Haus Faktoreien besitzt, zu begleiten.

Was für andre Länder Pferd, Maultier, Esel oder Kamel, das ist für Mittelafrika der schwarze Mensch: das hauptsäch-