Zweites Mapitel.
Die Neger-Republik Liberia.
(Bootsahrten durch die Brandung. — Die Hauptstadt Monrovia. — Deutsche, niederländische und belgische Faktorei. — Buschbewachsene Straßen. — Baustil. — Zivilisierte Neger. — Liberia-Kaffee. — Das Kru-Dorf und das Vey-Dorf. — Bloß Gastfreundschaft, keine Gasthöfe. " Junggesellen-Leben. — Schwarze Köche und Diener. — Der liberianische Stephan und seine Briefmarken. — Audienz beim Präsidenteil.
— Bootsahrt auf dem Mesurado-Fluß. — Kaffee- und Zuckerpflanzungen.
— Das Kunstgewerbe der Mandingos. — Ist der Neger zu zivilisiertem Staatsleben befähigt? — Ursprung und Geschichte der Republik. — Scheitern der französischen Schutzherrschaft. — England nimmt einen Teil Liberias. — Das Schreckgespenst der englischen Schuld. — Abgaben des Handels. — Der deutsche Kaufmann liebt unabhängige Gebiete. — Schwarze Kajütpassagiere. — Eine kokettierende Mulattin.— Die Gehülfen des europäischen Kaufmannes. — Plattdeutsch sprechende Kru-Neger. — Der Ausstand in Grand Bassa. — Die liberianische Armee auf Woermannschem Dampfer. — Sinoe und Kap Palmas.
— Die „Jungen Leute". — Einförmiges Leben. — Das Gespenst des Fiebers. — Vergleich mit andern Tropenländern. — Liste der Faktoreien. — Handel und Schiffahrt.)
^Hir hatten im Lause der Nacht vor Monrovia Anker ge- warfen; als es Tag wurde, erblickten wir hinter flachem, sandigen Strande eine Anzahl mit herrlich grünem Buschwerk bedeckter Hügel, unter denen einer — das 80 Meterhohe Kap Mesurado — durch seine hübsche Form wie durch einen Leuchtturm sich auszeichnete, welch letzteren wir in der Nacht irrtümlicherweise für einen seine Zigarre anzündenden Liberianer gehalten hatten. Der Ort Monrovia, die Hauptstadt der Neger-Republik Liberia, nimmt sich von der See her