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Das deutsche Kiautschou-Gebiet und seine Bevölkerung : Kartenkrokis und statistische Tabellen / entworfen und zusammengestellt von Offizieren des Gouvernements
Entstehung
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Bemerkungen zu Abschnitt I.

Hauptsächlich.Ebene mit kleinen Erhebungen, begrenzt im Norden von lai-schaho, im Osten von Tung- lau-schan, im Süden von den westlichen Ausläufern desselben bis an die Kiautschou-Bucht, welche die West­grenze bildet.

Durchweg fruchtbarer Boden bester Klasse, reich bebaut mit Feldfrüchten, grosse Obstplantagen an den Dörfern am Tung-lau-schan, Gemüsezucht in den Gehöften selbst, viel Weingärten, die reiche, sehr gute Trauben geben. Besonders hervorzuheben sind grosse Pfirsich- und Aprikosenbaumplantagen, Nuss- und Citronenbäume.

Reger Handel mit Kohlköpfen, grosse Ausfuhr in Tsang-kou und-ku-kou, sonst die üblichen Handels­produkte. Zum Teil wohlhabende Dörfer, zum Teil an frühere, blühendere Zeiten erinnernd, z. B. No. 33 Tsau-yen, in dessen Hauptstrasse grosse, steinerne Bogen zur Erinnerung an Litteraten etc. stehen. Auch der Tempel No. 24 Yiien-tou lässt auf einstige Blütezeit schliessen.

Gute Wasserverhältnisse und leidliche Verkehrswege. Alle Wasserläufe fliessen im obersten Lauf in tiefen, zerklüfteten Schluchten.

No. 15 (Kou-ta-pou) liegt dem grossen, nicht mehr in unserem Gebiet liegenden Handelsplatz Liu-ting gegenüber. Der Handel-Markt findet im Flussbett an dem rechten Ufer statt.

Die Flüsse sind in der Trockenzeit überall passierbar. In der Regenzeit nur an den leicht kenntlichen Furten. Der Versuch, neben den Furten die Flussläufe in der Regenzeit zu passieren, ist wegen des Triebsandes nicht ungefährlich. Im Sommer führen nur die breitesten Flüsse eine ca. 0,60 m tiefe, 23 m breite Wasser­rinne, welche mit zusammengesetzten Steinquadern überbrückt ist. Diese Brücken werden in der Regenzeit von den Bewohnern abgetragen, um eine Dammbildung durch den vielen Triebsand zu verhüten. Zu dieser Zeit füllen sich die Flussbetten sehr schnell in einer Breite bis 400 m, bei einer Tiefe von I I'/ m, doch ist das Durchwaten und Reiten noch immer möglich. So habe ich z. B. mit der I. Kompagnie in der Regenzeit sämtliche Fluss­läufe auf dem Wege Tsintau-Lin-ting ohne Unfall passiert.

Der Bestand an Nutzholz ist kaum erwähnungswert.

Die Ebene wird von Tsang-kou in nördlicher Richtung von der chinesischen Telegraphenleitung nach Kiautschou durchzogen, an welcher sich bis Tsang-kou auch der Telephondraht nach unsern Militärposten Tsang- kou-Litsun (Abschnitt IV) unter Scha-dse-kou (Abschnitt -V) befindet.

Zeitweise gute Jagd (nur niedere Jagd im ganzen Gebiet).