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DER ANFANG
DER KOLONIALPOLITIK BIS 1890
E twas Primitiveres als den deutschen Besitz in Afrika im Jahre 1884 kann man sich kaum denken.
In Keta an der Goldküste war ich gelandet, wo in dem alten dänischen Fort mit seiner militärischen Besatzung, in einigen europäischen Geschäftshäusern, einigen sehr schönen Missionshäusern und den Anfängen von Straßen und schattigen Alleen wenigstens ein Ansatz zu einer Art Zivilisation zu finden war. Nach einigen Wochen wurde ich in das deutsche Gebiet nach Togo geschickt, das ich in einer achtstündigen Hängemattentour durch tiefen Dünensand erreichte. Der Eindruck war ein ganz kümmerlicher. Fast keinen Menschen traf man auf dem Wege den Strand entlang. In der Nähe der Grenze standen ein paar elende Negerhütten aus Stroh. In Lome selbst gab es nur ein einziges Haus aus Holz erbaut auf einem Sockel stehend. Es bestand aus einem kleinen Laden und einem Raum, der dem Europäer gleichzeitig als Wohn- und Schlafraum diente, und in dem wir oft genug zu 2, 3 oder 4 Europäern Unterkunft suchen mußten. Das Haus des deutschen Konsuls war zu ebener Erde aus Lehm erbaut und zeichnete sich durch eine Menge Winchestergewehre aus, die wie in einer Försterwohnung an den Wänden aufgehängt waren. Die übrigen wenigen Europäer, die Ange-
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