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Bd. 1 (1902) Verfassung, Stammbäume und Überlieferungen
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das Haus des Tupuola und etwas westlich davon die Hütte des Schlafhauses des Mata'afa mit Namen Foligaomatagi. Westlich vom faletele liegt das Haus des Fonotl, des ältesten der Häuptlinge, daneben das des Sooia. Südlich liegen zwei Häuser des Luamanuvae und östlich, jenseits der hier erbauten Kirche, die Häuser des Tuimavave.

Geht man vom Hausplatz des Mata'afa seewärts, so trifft man alsbald auf zwei innerhalb einer Mauer gelegenen Grabdenkmäler, welche von den Samoanern ängstlich gemieden werden. Sie liegen unter Eisenholzbäumen (pani Metrosuleros sp.), deren Rinde die Mädchen zum Rotfärben der Haare gebrauchen und wonach die aualuma von Amaile scherzweise Pani ul a genannt wird. Die Gräber des Mata'afa Tuiatua und des Tupuola Matautuaolo 1 liegen direkt am Absturz einer 10 m hohen Wand, an deren Kuss eine Grotte ist, ähnlich der Fatumea hei Lufilufi, aber nicht so geräumig und so tief; nur scheint die Quelle hier stärker zu sein. Das Badwasser heisst Vai o le tama und in demselben liegen zwei Sagensteine, 'o IIa und Tualafalafa genannt. Sie sollen von einem Paar Tulolou und Maaveave, deren Junge Tautogiegoego war, stammen. In diesem Wasser badete aber auch die Mutter der Tualafalafa mit der kostbaren Matte Tasiaeafe, wie bei der Geschichte der feinen Matten (p. 30) zu ersehen. Wenige Schritte weiter östlich ist eine zweite Quelle, Vaita- putapu genannt.

Amaile ist ein Häuptlingsort; die hier weilenden tulafale, in ihrer Gemeinde Safaleautai genannt, sind ohne jegliche Macht und nur die Diener der Häuptlinge.

Tulouga a le aualuma

tulouga lau susuga a Tauiliili na ali'i itü

tulouga lau afioga a le T u i a t, u a 'o le tama a äiga tulouga a tama a pa'a

tulouga alo tutusa o Mata'afa

Gegrüsst der aualuma

gegriisst deine susuga Tauiliili der Herr der Seite

gegrüsst deine Hoheit der Tuiatua der Sohn der Familien gegrüsst die tama a pa'a

gegrüsst die gleichen Söhne wie Mata'afa

weist auf die Häuptlingstöchter und Frauen, von denen die Häuptlinge stammen. Ein Scherzname der aualuma ist Paniula, wie oben erwähnt, siehe Abst. Salevalasi b. 2. gen 17 und die Geschichte c. 2.

gilt als der höchste Häuptling in Aleipata neben Mata'afa uud Mata'utia. weist auf Mata'afa und seine Ahnen, der die Familien Salevalasi, Safenunuivao, Satuala u. s. w. hinter sich hat; siehe b. 2. Bedeutung siehe A. c. 7 (p. 216). Weist auf die Tuiaana - Abstammung der Mata'afa-Familie.

Ihre Abstammung ist gleich gut wie die des Mata'afa; dieseSöhne der Sale­valasi sind Fonoti (Abst. A. h. 11. gen 31. III. usuga, p. 189), llimaletoa, Luamanuvae, Tuimavave und Tupuola.

12. Ti'avea

mit den Dorfteilen Faleulu, Usoali'i, Saleaaumua und Si'ufaga, in einer nur ungefähr 1000 m breiten, halbkreisförmigen Bucht gelegen auf Sandstrand mit vorgelagertem kleinen Strandriff, das durcii die beiden felsigen Kaps begrenzt wird. Ringsum von Bergen umgeben macht der Ort einen wildromantischen Eindruck. In der westlichen Ecke, wo der Dorfteil Faleulu liegt, mündet ein recht ansehnlicher Fluss, welcher eine Stunde inlands einen schönen Wasserfall bilden soll. Der Fluss, der westwärts von einem holten Berg begrenzt ist, nennt sich Salefa'avale, wie das an der Mündung gelegene Land, auf dem einstens I'amafana lebte (siehe p. 210). Ostwärts folgt nach einigen Minuten Usoali'i, wo die Kirche liegt, und unmittelbar darauf folgt Saleaaumua, wo das faletele desTuiavi'i steht. Dann folgen rasch aufeinander zwei kleine Bäche, die das hier ansteigende Land herabeilen. Zwischen diesen beiden liegt ein mehrere Meter hoher Hügel, auf dessen Spitze ein grosses Steingrab ist, auf dessen Plattform drei Grabkammern sind. Zwei davon, aus gewöhnlichen Steinen aufgebaut und landwärts gelegen, waren nur je einen Knbikfuss gross, aber jede enthielt einen Schädel; die seewärts gelegene war grösser, aber leer. Hier lagen die Gebeine des Valai, die jüngst entfernt worden sein sollen. Im östlichen Winkel der Bucht liegt Si'ufaga.

Das Riff hat einen breiten Einlass gegenüber Usoali'i, der ähnlich dem von Matautu auf Savai'i ist, nur in viel kleinerer Dimension. Auch gegenüber dem Grabmal ist ein schmaler Bootseinlass. Die Küste östlich von der Ti'avea-Bucht ist schroff und steil. Erst folgen zwei kleine idyllische Buchten, dann der hohe freistehende Fels Nu'nmalemo. Nach Passieren eines steilen schroffen Kapes

1 Auch der König Fonotl soll hier begraben liegen.