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i ai gau ma sea .ma 'alu'alu, fugafuga, loli, 'atoa flgota 'ese'ese. Ona ö ai lea, 'ua 'avatu le Fale'ula i Upolu.
mit, darauf giebt es gau und sea, und 'alu'alu, fugafuga, loli und alle die verschiedenen niederen Tiere. Sie gingen und brachten das Fale'ula nach Upolu.
2. Die Kinder des Atiogie.
6 Knaben und 1 Mädchen zeugte Atiogie (b. 1. gen 13), welcher in Toanma, der Heimat seiner Frau Tauaiupolu, lebte, der Tochter des Ale, dessen Nachkommen noch heute mit 3 andern tulafale zusammen die Gewalt über die Faleata-Dorfschaft in Händen haben. Schon der Vater des Atiogie, der blinde Fe'epö, lebte inlands von Toamua, in 'Aele, jetzt ein Teil der Vaitele-Pflanzung der I). H. P. G., und Stuebel p. 102 erwähnt eine hübsche Geschichte von Fe'epö’s Sohn — welcher nur Atiogie sein kann — wie dieser eines Tages beim Salzwasserholen nach Toamua kam und dort auf dem grossen Dorfplatz, welcher heute noch vorhanden ist, die jungen Leute des Dorfes mit Keulen fechten sah, das 'aigofie-Spiel mit den Kokosblattstielstümpfen, worin die manaia, die Söhne der Häuptlinge sich anszuzeiclinen pflegten. Den Knaben gelüstete sehr an dem Spiele teil zu nehmen, und als er erwachsen war, wagte er sich auch wirklich heraus und warf seinen Gegner, und wohl auch noch andere zu Boden, worüber der alte, blinde Vater sehr erfreut war. Als er in der Hütte liegend die Kunde vernahm, klatschte er alsbald in die Hände, wovon die heute noch oft gebrauchte Redensart herstammt: „pati pati ta'oto — in die Hände klatschen niederliegend“ als ein Ausdruck einer besonderen Freude.
Auch v. Biilow No. 9 p. 12 bringt eine Geschichte, wie Atiogie aufopfernd seinen blinden Vater pflegte. Atiogie hatte die Ernte seiner Yams-Pflanzung nach 'Aele gebracht, und den Korb, in welchem sicli 6 ganze Wurzeln und ein abgebrochenes Stück (momo) befand, im Hause niedergesetzt. Darauf ging er baden, um sich vom Schmutze der Arbeit zu befreien. Währenddem fühlte sich der Alte bis zum Korb hin und zählte die Stücke, um das Betragen seines Sohnes kennen zu lernen, denn Yams gilt als etwas Selteneres und Besseres unter den Samoanern als der Taro, das tägliche Brot. Als nun der Alte gewahr wurde, dass er jeden Tag eine Wurzel und am siebenten Tage sogar auch das angebrochene Stück bekam, segnete er seinen Sohn und verhiess ihm 6 Knaben und 1 Mädchen für die 6 ganzen Wurzeln und das eine angebrochene Stück. Dies ging in Erfüllung, wie aus dem Vorhergegangenen erhellt (siehe auch v. Biilow No. 4 p. 377). Daher auch der Name Gafa o Leuti „Ahnen des Yams“.
Diese Geschichte ist ein schönes Beispiel, wie sehr die samoanischen Eltern darauf halten, dass die Kinder gut für sie sorgen. Derjenige Sohn, welcher namentlich auf den Magen seines Vaters stets bedacht ist, gewinnt auch seine Liebe und damit zumeist auch den Familiennamen und die Herrschaft innerhalb der Familie.
v. Biilow No. 9 p. 10 nennt als Kinder des Atiogie: Alali, Savea, Tuna, Fata, Maau und Vaetauia und das Mädchen Lnmuli; p. 13 nennt er das Mädchen Atiati 1 . ln der Hauptsache kommen wir also zu einer Übereinstimmung. Im ganzen dürfte in b. 1. gen 13 das Richtige getroffen sein, indem das Mädchen Lumuli der 6. Knabe Leimuli ist, und Maau auszumerzen wäre.
Der Segen des Fe'epö sollte herrlich in Erfüllung gehen, denn Savea wurde der Begründer des Malietoa-Geschlechtes, indem ihm seine beiden tapferen jüngeren Brüder Tuna und Fata, welche der Fremdherrschaft der Tonganer ein Ende gesetzt hatten, den Namen Malietoa verliehen, den ihnen beiden der Tuitonga als Auszeichnung zugerufen hatte und über dessen Zugehörigkeit sich die beiden unter sich nicht einigen konnten. Über die beiden jüngsten Brüder Ve'atauia und Leimuli verlautet nichts Besonderes.
Aber das Mädchen Le Atiatigie heiratete den Tagaloa i Pata in Falelatai und gebar Ulumasui, welcher auch am Tonganerkampfe rühmlichen Anteil nahm, indem er es war, welcher durch seine List Tuna und Fata von dem Untergang bewahrte. Die Bedrückung der Samoaner namentlich in Safotu auf Savai'i war gross. Die Gefangenen waren dort in einem 30 m tiefen Loch, Pu i Vaimoa genannt, zusammengepfercht und täglich wurden die Menschenopfer herausgeholt (v. Biilow 1. III.). Der Tuitoga hatte nun den beiden Brüdern den Auftrag gegeben, einen im Wege liegenden grossen Stein in Safotu bei der Landspitze Mata'uea 2 im Osten des Dorfes wegzuwälzen (Malae o Malau). Da ihnen bei Nichtausführung der Tod winkte, fuhren sie nach Falelatai zu ihrer Schwester und nahmen den Ulumasui mit nach Savai'i zurück, welcher denn auch durch Flussaale
1 Wieder anders auch in v. Biilow No. 4 p. 377, wo ein Si vale vale erscheint.
2 Siehe flp. Safotu p. fil.