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’A 'ua tö mai lau pule ‘aumai 'ou fa'amanüa', Fa'anianü le aualuma,
Fa'amauü ua le tautua 1 2 ,
'Atu 3 ai ita le tufanua,
'A e pulou siota matua.
Deine Gnade gab sie mii', sei gebeuedeit dafür! Heil der aualuma,
Heil deinen Dienern;
Ich decke mich den gemeinen Mann zu,
Teil bedecke meine Eltern 4 .
13. Der Gesang der Sinafa'anamu 5 6 ( O le solo o Sinafa'anamu).
'() a'u, 'o a'u lava, 'o a'u 'o Sinafa'anamu, Na 'ou utuvai e te fa'alanu,
E te le lilo e te lanu B .
E le se ua e tü fa'aafüafu 7 ,
E le se matagi e tö ta'uta'u 8 ,
E le se fana'e o se taigalu '0 le tai masa 9 e le lilo se fatu.
Icli, ich nur, icli bin Sinafa'anamu
Ich holte Wasser, um das Salzwasser abzuspülen,
Und übergoss mich mit Kokosschalen.
Kein Kegen kommt, der in Strömen flösse,
Kein Wind erhebt sich in heftigen Böen,
Keine Flut bringt heftige Seen,
Das Meer ist niedrig und die Steine liegen frei.
B. Le Tuamasaga.
a. Fa'alupega von Tuamasaga.
Zwischen Aana und Atua eingekeilt, nimmt der Tuamasaga-Distrikt, gewöhnlich Le Tuamasaga genannt, den mittleren Teil von Upolu ein. Auch hier ist eine Nord- und eine Südkiiste vorhanden, die aber nicht durch besondere Namen voneinander unterschieden werden. Auch zerfällt Tuamasaga in keine Unterdistrikte, wenn man nicht Sagana, ein Name für Afega, Malie und Tuana'i, für einen solchen betrachten will, oder die „grossen I»Ortschaften“ Yaimauga und Safata, deren einzelne Orte eine besondere fa'alupega haben, wie Iva auf Savai’i und Falealili in Atua. Eine Berechtigung hierzu liegt kaum vor und eine solche Einteilung wird auch in der Tliat nicht durchgeführt. Die „grossen Dorfschaften“ sind aber zweifelsohne daran schuld, dass Tuamasaga nur 8 Dorfgemeinden hat gegen 1(1 in Aana, wenn auch Safata nicht viel ausgedehnter ist als Falelatai.
Wie in Aana liegen im Tuamasaga-Gebiet die meisten und wichtigsten Dorfschaften an der flacheren Nordküste, welche reichlich durch Korallenriffe geschützt ist. So reicht das grosse Aanaritf, das bei Falelatai an der Südkiiste beginnt und Manono einschliesst, an der Nordküste bis in die Mitte von Tuamasaga, wo es im Hafen von Apia sein Ende findet. Man kann demgemäss von Apia im Boote innerhalb der Lagune bis Falelatai fahren. Im Hafen von Apia beginnt ein neues Riff, das aber schon bei Vailele (1 Stunde östlich) endet. Weiter östlich werden die Riftänlagen immer mehr vereinzelt, im selben Masse, als die Küste immer schroffer und unwegsamer wird (siehe mein Buch über die Korallenriffe). Die Südkiiste hat überhaupt nur in der Mitte, Apia (Vaimauga) gegenüber bewohnbares Land, so dass hier nur Safata und Siumu liegen. An beiden Enden (Grenzen) ist Steilküste (pupü, utuutu). Die Grenzen von Tuamasaga sind berühmte Kampfplätze, tafä genannt; denn Tuamasaga war seit ältester Zeit der Feind von Atua und Aana, mit denen es stets im Kriege lebte. Dies geschah schon bei den Söhnen des Pili (siehe 11. b. 4. p. 27), dies ist heute noch so. Besonders
1 fa'amanu das alte samoanische Dankeswort, indem man die Gabe unter Glückwünschen zum Haupt erhob; heute
fa'afetai.
2 tautua den Rücken stützen, dienen, das ist die Familie und die tuläfale.
3 ‘afu heisst ein siapo zum zudeeken, daher auch zudecken.
4 Er schämt sich seiner niederen Abkunft.
5 Eine kleine abgerissene Skizze, deren Sinn und Zugehörigkeit ich nicht ausmachen konnte.
6 le lilo le lanu sagt man, wenn spärlich Siisswasser vorhanden ist, so dass man das Wasser mit Kokosschalen sich über den Leib giessen muss.
7 afu der Wasserfall.
8 ta'uta'u die Bö.
9 masa heisst nicht allein Niedrigwasser, sondern auch still, ruhig.