Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1902) Verfassung, Stammbäume und Überlieferungen
Entstehung
Seite
220
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'Avane ni oso 1 i salusalu ia; Sau se tausala i maia 2 ; 'Avane ni vai i ton suia,

Sui fa'atau vai o Manono '0 nai vai e taitainono.

'Ua laolao le vasa i Upolu.

Bringe die Wurzeln und reinige sie;

Eine Häuptlingstocliter komme zum Kauen; Bringet Wasser zum Aufscliwemmen,

Giesst aber wenig Wasser von Manono hinzu, Denn dies Wasser ist brackiscli 3 .

Das Meer um Upolu ist glatt 4 .

Das Wasser von Manono ist brackiscli. v. Biilow erzählt in Samoanische Sagen, Globus 1896, dass der Tuiliti einstens von Fiti über Falealili nach Manono kam (siehe die Geschichte von Lautala Stuebel p. 105), alter weil es Nacht war, schlecht aufgenommen wurde. Da man ihn nicht erkannte, sagte man, er solle sicli selbst Wasser an der Quelle schöpfen. Erzürnt wandte er sich nach Apolima, wo ihn die Leute freundlich aufnahmen und ihm Wasser zur Kawa brachten, obwohl sie dieses täglich von (Manono holen mussten. Er verfluchte (Manono, dessen Quelle versiegte, und gab Apolima die Quelle. Deshalb, sagt man, besitzt. Manono brackisches Wasser.

12. Das Lied vom Preis der feinen Matten ('O le pese sula toga) 5 .

'Ua malie le pule 6 i manfi,

'Ua malie le la'i Toivä,

'Ua malie suavasele 8 .

Lau pule 'ua tötö tetele,

'Ua 'ou sapaia fa'atua'ele'ele 9 .

Sa tutuli taliga sa le ma fa'alogo,

Manu e 'ua taufai'olo 10

Ai le fotu ai mai a le tausala 11 ma le

paolo.

Isa! ta le sa'afia! 12 Isa! ta le sapaia!

Isa! ta le gautia! 13

'Ua vale le taeao o manaia,

Ia le malö lenä; e le se malö leaga,

'0 le malö mafanafana 15

'0 le malö sau'afa, e le se malö taua,

'0 le malö mai anamua.

'0 le malö 16 'ie taua

Sa tauvä i ai Pule ma Tumua,

Ma ltu'au ma Ala taua

Trefflich teilst du aus,

Trefflich ist der Westwind vom Toivä 7 her,

Trefflich ist, dass der Regen etwas nachlässt.

Deine Gnade hat viele (Matten) gegeben,

Ich will sie liebkosen wie eine Seeschwalbe.

Taub war mein (ihr und ich konnte (vor Freude) nicht hören

Das laute Gezwitscher der Vögel

Über das Nahen der hohen Häuptlingstochter und ihres

Gefolges.

Pfui! ich will mich nicht mit ihr verbinden!

Pfui! ich will sie nicht liebkosen!

Pfui! es liegt mir nichts daran!

Nichts wert ist der (Morgen des manaia 14 Für diese Regierung; denn sie ist nicht schlecht,

Es ist eine reiche Herrschaft,

Eine festgebundene, keine kriegerische,

Und eine Regierung von alters her.

Um die feinste, beste (Matte Stritten Pule 17 und Tumua Und ltu'au 18 und Alataua

1 uso ilie Wurzeln der Kawapflanze.

2 maia Partizip von mämä kauen.

3 Weil die Manono-Quelle sehr wenig Wasser hat und Wasser vom Meere bei Hochwasser zufliesst.

4 Wegen der vielen Kifflagunen.

5 Das Lied heisst auch: Le pese fa'aaloalo a le tulafale na t.e 'aumaia ni töga.Der Lobgesang des Sprechers, der feine Matten bekam.

6 pule austeilen, im Sinne des Verfügenden, Gebenden.

7 Toiva ein Berg bei Falealupo. Vergl. Turner p. 260.

8 suavasele für masele, Pratt, sich mässigender Kegen.

9 tua'ele'ele eine Seeschwalbe mit schwarzem Rücken. Nach Pratt wäre es der tava'e, der Tropikvogel.

10olo eigentlich im Begriff aufzubrechen, wobei die Vögel lärmen, hier bildlich für die (Menschen.

11 tausala eine Dorfjungfer (taupou) von hoher Abkunft, welche öffentlich nie ohne Gefolge, meist Frauen (soafafine), geht; paolo Schatten.

12 sa'ati sich mit einer Familie verbinden.

13 gau nachgeben, Pratt,

14 manaia der Häuptlingssohn; er ist nichts wert, wenn er am Morgen nichts für seine Frau zu essen hat.

15 mäfana eigentlichwarm; hier weist das Wort darauf hin, dass viele hohe Frauen daselbst sind, die durch ihre Mattenmitgift den Ort reich machen; siehe P r a 11,

16ie o le malö die ältesten, wertvollsten Matten, ebensoie taua siehe II. c. (p. 28).

17 Pule ist Savai'i, Tumua ist Lutiluti und Leulumoega (siehe p. 18).

18 ltu'au ist Faleata, und Alataua ist Safata.