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2. Die Geschichte von Tamalelagi, So'oa'emalelagi und Salamasina 1 .
Na tautfi 2 le fale 'o Tutuila ma Ape 3 iaTuiaana Vaemä i le taniaita'i 'o Vaeo- tamasoa, 'ina 'ua le fagaina 'o i laua i le feti’i na i Amoa. Ona fai ai lea 'o le tä’atomiga a Lenin i Fäga ia te i laua.
Na la ö loa mai lava lea tautü lo la fale. Ona le talia ia Tuiaana Vaemä, e 'ino'ino le taniaita'i i le vae o le ali'i, 'ina pnpnla. Ona toe ö ai lea 'o Tutuila nia Ape; 'ua 'au mai Selaginatö, le atali'i o Tagaloafa'aofo- nu’u, le tama a le ataline o Letufuga.
Ona tautü a'i lea 'o lo la fale. Ona fa'a- to'a talia lea. Ona tö ai lea 'o le taniaita'i, fanau. '0 le mea lenä na fa'atonu ai Tutuila nia Ape i Ta'elegalolo'o, 'ina 'ua la ö atu e gaoi mai le tama, 'ina 'ua fa'ato'ä fanau. Ona gaoi mai le tama, tu'u i Fasito'outa. Ona po na, 'ina 'ua gaoi mai o le tama, sa fai ai taua tele 'o Ape ma Tutuila nia Safata i le tuasivi; 'o le taua fo'i na ta'ua ai Lio e ana le aveave 10 .
Ona fai ai lea 'o lo la luma'ava ma lo la ali'i. 'Ua tele taeao e le maua atu se 'ava e Tutuila. Ona fa'apea lea 'o Tutuila: E lelei. Ona si'i 'o le tama i Sanameauta. Ona si'i mai lea i ai 'o le tama. Ona maua ai lea 'o le igoa 'o lenä nu'u ia Nofoäli'i.
()na 'ua nofo ai 'o le ali’i.
'Ua tele fo'i taeao, 'ua le maua a'e lava e Tutuila se 'ava o le taeao. Ona fa'apea
Tutuila und Ape kamen als Brautwerber des Tuiaana Yaemä zu dem Mädchen Yaeotamasoa 4 , weil sie nämlich von den Kokosnussvorräten in Amoa nicht gespeist worden waren. Leulu in Faga klärte die beiden über das Verhalten auf.
Darauf gingen sie alsbald auf die Brautwerbefahrt. Aber Tuiaana Yaemä war nicht erfolgreich, denn das Mädchen hasste die geschwiirigen Beine des Häuptlings. Darauf gingen Tutuila und Ape wieder und brachten Selaginatö, den Sohn des Tagaloafa'aofonivu, den Sohn der Tochter 5 des Letufuga 3 .
Sie brachten wieder ihre Brautwerbungen an 7 . Jetzt erst wurden sie empfangen. Darauf wurde die Frau schwanger und gebar. Darüber unterrichteten sich Tutuila und Ape in Ta'elegalolo'o 8 , damit sie hingingen und den Knaben stahlen, wenn er gerade geboren worden wäre. Sie stahlen nun den Knaben und brachten ihn nach Fasito'outa. In jener Zeit wurde ein grosser Krieg von Safata mit Ape und Tutuila wegen des Diebstahls geführt, auf dem Gebirgskamm 9 ; durch diesen Krieg wurde Lio bekannt als der „dem die Vorhut gehört“.
Sie machten stetig ihre Friihkawa 11 für die Häuptlinge; an vielen Morgen erhielt aber Tutuila seine Kawa nicht. Darauf sprach Tutuila: Es ist gut 12 . Darauf brachte man den Knaben nach Sanameauta 13 . Man brachte den Knaben dorthin. Daher erhielt jener Ort den Namen Nofoäli'i. Dort wohnte nun der Häuptling.
Aber an vielen Morgen erhielt auch dort Tutuila seine Friihkawa nicht 14 . Darauf dachten sie wieder:
1 Siehe Stuebel p. 102, v. Biilow No. 9 p. 18; Abst. b. 2. gen 20 und III. b. 9. gen 18 (p. 97 und 170).
2 fale tautü = aumoega Brautwerber (siehe VIII. b).
3 Tutuila und Ape sind die tulafale von Fasito'outa und Fasito'otai. Die beiden Orte hatten damals keine grossen Häuptlinge, und als die Sprecher auf ihrer Reise nach Amoa kamen, wurden sie deshalb dort schlecht behandelt und bekamen nichts zu essen, deshalb gingen sie auf die Suche nach einem Häuptling; feti'i heisst auf Tahiti „Verwandte“ nach Baessler. auf Samoa die an einen stehenden Stock zum Trocknen gehängten Kokosnüsse, ein analoger Begriff.
4 Vaeotamasoa, Tochter der Gatoaitele (B. b. 1 gen 18). v. Biilow behauptet, Vaemä sei identisch mit Selaginatö, und greift Stuebel, dessen Angaben sich hierin ganz mit meinen decken, darum an („was 0. Stuebel entgangen zu sein scheint“).
6 Siehe b. 2. gen 18 (p. 168).
6 Siehe die Heirat des Letufuga mit der Tochter des Tuiaana Hötele in der vorhergehenden Geschichte.
7 Nach v. Biilow wären die eigenen Bewerbungen des Selaginatö zuerst erfolglos gewesen (da Vaemä eben Selaginatö war); nach obigem fällt dies in sich zusammen.
8 Ta'elegalolo'o, angeblich ein Landstück in Sa'anapu in Safata, wahrscheinlich auch Name eines Häuptlings (vergl. G. b. 1 bei Tt. Fotuitama'i). Nahebei wohnte Vaeatamasoa, die zur Niederkunft nach Landesbrauch in ihre Familie zurückgekehrt war (Vater Sanaläla in Lotofagä).
9 Über den Heimweg von Safata nach Fasito'o bringen sowohl v. Biilow als Stuebel noch einige Details, namentlich betreffs Benennungen von Buschplätzen.
10 Lio e ana le aveave siehe flp. von Faleatiu. Er half dem Ape und Tutuila. aveave = mua'au Vorhut.
11 Die Häuptlinge der Umgebung kamen stets am frühen Morgen, um nach dem Knaben zu sehen, der ihr Oberhäuptling werden sollte; dann wurde stets Kawa gemacht. Der Knabe war in Fasito'outa und Tutuila lebte in Fasito'otai; wenn er morgens herüberkam, kam er oft zur Friihkawa zu spät, und dieses unangenehme Ereignis hat sich über Jahrhunderte bekannt erhalten, wenn anders es wahr ist.
12 d. h. es ist gut, das muss abgeändert werden.
13 Sanameauta (Nofoäli'i) liegt mitten zwischen Fasito'outa und Fasito'otai; nun konnte Tutuila ebensogut zur Friihkawa anwesend sein, wie Ape. Nofoa Sitz ali'i Häuptling.
14 Er war eben kein Frühaufsteher.