Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1902) Verfassung, Stammbäume und Überlieferungen
Entstehung
Seite
70
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Hiev an diesem Teil der Südkiiste, westlich von Täga, liegen auch einige grosse Steine, die das gescheiterte, in Stein verwandelte Schiff des Lata darstellen, dessen Geschichte bei Manu'a (IV. c. 27) näher ausgeführt ist. In der That ist auch nicht weit von hier, wenn inan den Bergrücken, der sich zwischen Täga und Salailua an der Westküste legt, überschritten hat, das Land Lata, auf dem sich Stueliels Erzählung (p. 148) abspielt, 2'/ 2 Stunden von Täga und l/ 2 Stunden von Salailua. Als ich am Abende nach meiner Ankunft im Hause des Sprecherhäuptlings Faimnu mit den Häuptlingen Toilolo, Afoa und Taula zusammensass, erzählten sie mir von diesem Seehelden und seiner Geliebten, Sinasaunu (Stueliel: saulu), die den treulosen und wortbrüchigen Entfliehen verwünschte, so dass das Meer aufwallte und ihn auf die Felsen warf.

Täga ist einer der am seltensten besuchten und dabei sagenreichsten Plätze von ITpolu und Savaii.

Gegriisst du Safüaitua

Tulouga na 'oe Safuaitua

tulouga lau tautalaga a F a i u m u

ma le fanau Onotoa ma V a 'a i m a 1 u alio mai lau afloga a Toleafoa

susü mai le matua 'o Toilolo

susü mai lau susuga a T a u 1 a p a p a

gegriisst deine Rede Faimnu

und die Kinder Onotoa und Va'aimalu

in Ehrfurcht begrüsst deine Hoheit Toleafoa

in Ehrerbietung willkommen der Älteste Toilolo

in Ehrerbietung begrüsst dein su­suga Taulapapa

das faleupolu. Vergleiche S a f u a (i) m u a, das faleupolu von SafuaIva. der erste Sprecherhäuptling.

auch Afoa genannt. Sohn des T o 1 e - afoaiolö (b. 9).

Ein Sohn des Tauiliili iPapa von der Salemuliana (b. 2).

Wahrscheinlich der Sohn desMalietoa Laulauafolasa und der Tochter des Mata'utia in Gautavai.

23. (7.) Salailua

bestellt aus den Dorfteilen Sataputu und Siutu 1 , wo der malae Vaipaepae liegt, welche durch eine kleine landeinwärts laufende Brackwasserlagune, bei der man vom Überlandweg von Lata herabkommt, entzwei geschnitten sind (salailua?). Während das südwärts gelegene Sataputu mehr auf felsigem Grunde liegt und klein ist, liegt Siutu auf einer nahezu 1 km langen sandigen Strandebene ziemlich frei, ohne wesentlichen Palmenschutz. Ein recht, ansehnliches Strandriif lagert sich hier einer massig langen, aber wenig tief gründeten Bucht vor, welche in vier kleinere Buchten geteilt ist, die alle durch recht steile aber schmale felsige Vorsprünge von einander geschieden sind. Die südlichste Bucht, wohl im ganzen 1 km lang, nimmt Salailua ein, dann folgt am ersten Vorsprung, der etwas flacher wie die beiden nächsten ist, ein Raum von etwa/ 2 km zwischen Salailua und der nächsten Dorfschaft Gaga- 'emalae. Den drei Dorfteilen dieser gehören dann die drei folgenden, je ungefähr 1 fe km langen Buchten mit Sandstrand an, Satuiatua, Foaluga und Foalalo.

Am nördlichsten Ende von Siutu ist ein bassinartiges Badwasser ohne wesentliche Quelle und deshalb wenig einladend. Unmittelbar hinter Salailua und Gaga'emalae steigt das Land steil auf, mit dichtem Wald bekleidet.

Ein und eine halbe Stunde nahezu südlich von Salailua liegt das bei Taga erwähnte Lata, wo heute ein Weisser eine Kokosnusspflanzung hat und wo ehemals ein Dorf war. Auf halbem Wege zwischen beiden liegt am Wege links, wenn man aus Süden kommt, ein runder Stein mit einem 25 cm breiten und tiefen Loch, die sagenhafte tanoa Lea, deren Geschichte mir ähnlich erzählt wurde, wie sie bei Stuebel p. 146 angegeben ist, indem ein Ehepaar Lea in demselben unerschöpfliche Kawa und masi (Brotfruchtteig) für die Dämonen des Königs und Oberdämon Moso machte, und so Salailua vor der Zerstörung bewahrte. Südlich von Salailua lag auch der Ort Saginoga, wo die erste Staatsmatte Lagava'a zu Ende geflochten wurde (siehe II. c).

Gegriisst du Salemuliana

Tulouga a r oe Salemuliana

tulouga 'oulua matua

aläla mai 'oulua aitutagata Tuatö ma Tolova'a

gegriisst ihr beiden Ältesten

sehr willkommen ihr Dämonen- Menschen Tuatö und Tolova'a

das faleupolu. Vergleiche Gataivai, Amoa und Lea 1 ate 1 e. die beiden folgenden Hauptsprecher der Salemuliana.

Tuatö rettete Salailua von der Men­schenfresserwut des Malietoafaigä, in­dem er sich aufopferte (Turner p. 265).

In Siutu wohnt ein Däne Namens Jensen, dessen Gastfreundschaft ich genoss.