Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1902) Verfassung, Stammbäume und Überlieferungen
Entstehung
Seite
63
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[tulouga a le aiga Samoafanua

tulouga a Moana ma Tuliatu

susü mai lou tapa'au o le susuga a le Tagaloa

aläla fetalaiga a Satoeoti ma le fanaualii

gegriisst die Familie Samoafanua]

gegriisst Moana und Tuliatu

in Ehrerbietung willkommen eure altehrwürdige susuga des Tagaloa

willkommen die Rede des Satoeoti und die Häuptlingskinder

15. (4.) Sasina

nicht immer begriisst. Bezieht sich auf die vorhergehenden Sprecher.

zwei Sprecherhäuptlinge.

tapa'au siehe VIII. b.

Tagaloa, der Titel von Safune.

Sprecherhäuptling.

seine Familie.

besteht aus den Dorfteilen (von Osten nach Westen): Fagae'e, Toiloto, Fan au, Saleali'i, Asuai, Punia und Yavae. Dazu das Inlanddorf Le tu i, welches 3 U Stunden inlands von Yavae auf dem Weg nach Aopo gelegen ist, an einem zur Passatzeit trockenen Flussbett. Letui ist mua'au (siehe YIII. b), d. h. Vorhut im Kriege; Pratt p. 49 nennt es le nu'u o sauali'i,der Ort des Dämonen. Der malae von Sasina heisst Filogia. Fagae'e scliliesst. sich unmittelbar an Safune (Fatuvalu) an, ist aber von Toiloto ungefähr fünf Minuten entfernt. Alle übrigen Orte liegen nahe zusammen (1 km lang) auf einer Strandebene, die rückwärts grösstenteils durch eine Brackwasserlagune begrenzt ist; diese lehnt sich an eine steile Wand von geringer Höhe an. Bei Fagae'e liegt die Höhle, in der Tu'u sich verbarg, als Li'ava'a ihn zu erschlagen trachtete (siehe c. 3); er wurde gerettet durch die Mädchen von Sasina. Bekannt ist auch das Badewasser Yaifoa.

Der Name Sasina bezieht sich wohl auf die Sinaaläua, die Frau des Tagaloalagi, welcher der Täoa, bei Safune genannt, entstammt (siehe b. 5).

Tulouga a 'oe le faletolu tulouga le aiga Saleasi atio mai lau afioga a Yagagä

ma lau afioga a Tonoi'u ma lau afioga Polataivao ma le matua 'o Leasi tulouga a le ati toemanava

Gegriisst das Haus der drei gegrüsst die Familie Saleasi in Ehrfurcht willkommen deine Hoheit Yagagä und deine Hoheit Tonoi'u und deine Hoheit Polataivao und der Älteste Leasi gegrüsst die Rede, die auf dem Herzen blieb

drei tulafale: Gagai, Misa und Leituala.

gewöhnlich jetzt aiga Mavaega ge­nannt, gemäss Bestimmung des alten Tamasese; alle Sasina-Häuptlinge, wie die folgenden vier. Yergl. Asau.

dies bezieht sich auf eine Geschichte, in­dem nach einem fono die Häuptlinge der Saleasi ihrem Herzen auf dem ma­lae Luft machten, freilich ohne Erfolg.

16. (5.) Aopo,

ein kleines Inlanddorf, drei Stunden von Sasina, in südsüdwestlicher Richtung und ungefähr in 170 m Höhe gelegen. Es ist das einzige Inlanddorf Samoas, das eine eigene Gemeindeverwaltung hat und begriisst wird. Ungefähr zehn Häuser liegen hier kreisförmig um einen grossen Platz angeordnet, welcher ostwärts vom Wege gepflastert ist (paepae). Aopo selbst liegt unter Brotfruchtbäumen, aber die nächste Umgebung ist hoher Wald, der reich an Tauben ist. Nordwärts gegen Sasina hört aber der Wald nach einer Viertelstunde auf und es dauert weitere 3 U Stunden, bis man stetig durch niederen Busch und über grasbewachsene Lavaflächen, 'o le itiiti, das kleine genannt, wieder in den Hochwald gelangt und nach einer weiteren Stunde an den schon genannten trockenen alia, an dem Letui (Sasina) liegt. Westwärts aber gelangt man nach Stunden an das 3 km breite Lavafeld 'o le tele,das grosse Glühende genannt, weil die nackten Lavafelsen sich in der Mittagssonne so erhitzen, dass es den Samoanern schwer fällt, mit ihren nackten Füssen darüber zu wandern, vielleicht auch weil der noch nicht sehr alte Lavastrom in historischer Zeit noch glühend war. Hat man das überschritten, wobei man den rückliegenden Gebirgsstock, den Maugaloa, mit seinen vielen parasitären Kratern schön sehen kann, so gelangt man wieder in Hochwald, den man während weiterer drei Stunden bis Asau, das also im ganzen fünf Stunden von Aopo entfernt ist, nicht wieder verlässt.

Aopo ist ein sagenreicher Platz. Hier lebte Pili, als er von Manu'a kam, und wurde zum Tuiaopo erwählt (siehe II. b. 3). Ein Nachkomme Piliopos erschlug die neunköpfige Taube, die lupe