Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1902) Verfassung, Stammbäume und Überlieferungen
Entstehung
Seite
62
Einzelbild herunterladen
 

62

afio mai lau afioga a Malaita'i

susü mai lau susuga a Tua'ilemafua

[tulouga lau fetalaiga a Sooalo

in Ehrfurcht hegriisst deine Ho­heit Malaita'i

in Ehrerbietung hegriisst deine susuga Tua'ilemafua

gegriisst deine Rede So'oalo]

Bruder des Tu'u, verwandt mit den Faumuinä in Lepe'a-Faleata (Upolu), wohnt in Lolua.

ein Sohn der Segalesulu, einer Schwester von Tuu und Malaita'i, wohnt in Agiagi am äussersten westlichen Ende bei Safune. Von ihm stammt Tama- faigä von Manono. Nach v. Bülow soll er auch von Fuamemea, der Tochter des Galuraalemana (Tuiaana) und der Galuegaapapä stammen.

der Sprecherhäuptling, stammt von To'a- lepai und Fotuosamoa (siehe b. 1. Anh. 1).

14. (3.) Safune

bestellt aus den Dorfteilen Fatuvalu, Saletele (malae Faletagaloa), Savai'i und Salelupe; hiezu der Inlandsprengel Paia, der die Vorhut im Kriege hat 1 (siehe mua'au VIII. b). Um die Lage der Dorfteile sich zu vergegenwärtigen, muss man sich vorstellen, dass in der hier breiten Strandebene ein wohl 400 m im Durchmesser haltender, nahezu kreisrunder See vorhanden ist, rückwärts durch eine sehr starke Quelle genährt und meerwärts mit einem wohl 10 m breiten Abfluss. In dem See, welcher Siliafai heisst, liegt eine kleine Insel. Die Quelle selbst, welche den sehr unanständigen Namen Mataaalelo 2 hat, ist die schönste und grösste auf ganz Savai'i; sie stellt ein mehrere Meter breites und tiefes Loch dar, aus dessen Grund das Wasser aufquillt. Westwärts von der Quelle, dicht daneben, liegt Salelupe, während Savai'i ostwärts am See liegt. Fatuvalu aber liegt am Strande, westlich vom Seeausfluss, an dessen Rand in einem grossen Bootshaus das andere Doppelboot (alia) Samoas (siehe Saleaula) geborgen liegt; dicht daneben die Häuser des Taule'ale'a. Ostwärts aber vom Ausfluss dehnt sich das grosse Saletele aus, wo die Tagaloa-Häuptlinge wohnen, und das bis an den Abhang heranreicht, auf dessen Höhe Samauga liegt. Da aber das Vorgebirge noch weit ins Meer hinausläuft, so muss man am Fusse des Abhangs, wo auch eine herrliche kleine Quelle ist, noch einige Minuten meerwärts wandern, bis man nach steilem, kurzem Anstieg (1020 m) nach dem luftigen Agiagi gelangt, wo, wie erwähnt, die Häuser des Tua'ilemafua liegen und wo man im Schatten einiger ifilele-Bäume eine herrliche Aussicht über Safune und sein Riff gewinnt, die lieblichste Land­schaft auf ganz Savai'i. Das Riff beginnt hier am felsigen Kap und reicht 2Qs km weit nach Westen, den Sandstrand von Safune und Sasina bildend und ostwärts an der Steilküste sich verlierend, die ähnlich der im Osten von Savai'i über eine Strecke von mehr als 20 km sich ausdehnt, nur hier an der Nordküste, am Fusse des Lavafeldes 'o le, noch viel öder und verlassener. In der Rilfkante befinden sich mehrere recht grosse Riffeinlässe, darunter der Vaiu'u, den das Boot einbrach, das die heilige Matte, Moeilefuefue, nach Safune brachte (v. Bülow No. 17). Diese Geschichte befindet sich in der Abt. II. c näher beschrieben.

Der Name Safune stammt von Firne-, dem Sohne des Va'asiliifiti und Bruder des Lafai (b. 1). Fune, auch Funefe'ai, weil er vor dem Kampfe stets in der Wildheit seine Fingernägel abbiss (Turner, p. 256), ist auch Begründer des Tagaloa-Titels (b. 3). Nach ihm nennt sich aber nicht allein dies Safune hier, sondern auch die andern drei Orte, Safune ia Vaisala, Safune ia Vaiafai und Safune ia Sili, hört man im Zusammenhang mit dem Tagaloa-Titel stets so genannt, und aus diesem Grunde unterscheidet man das Safune hier in Gagaifomauga auch als Safune i Täoa von den andern, wie man ja auch die ganze Nordseite von Savai'i als itu i Täoa oder itu o taue von den andern unter­scheidet. Dieser Täoa entstammt jener Sinaaläua, der Frau des Fune, welche Tagaloalagi für sich begehrte (siehe b. 5).

Tulouga na 'oe Safune tulouga 'oulua taulauniu 'o Tugaga ma Tagaloatäoa

tulouga a le to'afia o tulafale

Gegriisst- du Safune gegriisst. ihr zwei taulauniu Tugaga

und Tagaloatäoa gegriisst die drei tulafale

das faleupolu.

siehe (b. 3) die beiden Spreclierliäupt- linge des Tagaloa.

der bekannte Mamea, welcher als Ge­sandter nach den Vereinigten Staaten geschickt wurde, war der Tagaloatäoa.

bezieht sich auf die zwei vorhergehenden und Taule'ale'a.

1 Über Safune als apa'autane siehe das Vermächtnis des Atiogie IV. B. c. 1.

2 alelo nach Pratt die Zunge in schlechtestem Sinne.