Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1902) Verfassung, Stammbäume und Überlieferungen
Entstehung
Seite
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9. (2.) Matautu

bestellt aus folgenden Dorfteilen (von Westen nach Osten): Salei'a, Avao, Lelepa, ragamalo, (Sato'alepai) und Safa'i. Dazu das ehemalige Inlanddorf, die Vorhut im Kriege Vaipouli (siehe mua'au VIII. b). Salei'a ist nur ungefähr lkm von dem Dorfsprengel Manase entfernt, der noch zu Safotu gehört und eigentlich schonostwärts vom Berge liegt, Es ist hier eine einige hundert Meter breite Strandebene, in der auch mehrere Brackwasserlagunen und Wasserläufe liegen, so einer bei Äranase und einer kurz vor Salei'a, Die Strandebene ist landeinwärts noch bei Manase durch eine wohl 50 m hohe senkrechte Bergwand begrenzt, die sich ostwärts verliert. Ähnlich wie die Apia- buclit, so verläuft auch hier der Strand von Westen nach Osten, und sogar der Name Matautu,aus-

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No. 12. Der malae von Matautu.

laufende Landspitze, ist korrespondierend demselben Fleck im selben Sinne gegeben, nur dass in Vaimauga (Apia) Matautu nur der Name des Dorfteils ist, während hier mit diesem Ausdrucke die ganze Dorfschaft bezeichnet wird. Statt der drei Riffe im Apia-Hafen haben wir aber hier nur zwei, indem Ost- und Westriff hier im Grunde der Bucht bis auf einen scharfen Kanal von einigen Metern Breite zusammentreten. An diesem Flecke liegt, entsprechend dem Stadtteil Apia, der Dorfteil Avao, und dicht daneben, westlich, Salei'a, Am Strande hier in Avao treten Lavafelsen von nuissiger Höhe auf, denen gegenüber die Station der englischen Mission liegt (am Ostende von Avao). Wenn man Avao passiert hat, gelangt man ostwärts nach Lelepa und dann nach der Landspitze Fagamalo (entsprechend Matautu bei Apia), wo eine Handelsstation der deutschen Handels- und Plantagen­gesellschaft liegt. Hier hat die grosse Sandstrandebene schon begonnen, denn das Ostriff ist hier (ähnlich wie im Apia-Hafen) weit ins Meer hinausgelaufen, die trichterförmige Reede gegen den Ost­passat schützend, so dass hier grössere Schiffe zu ankern im stände sind; der einzige geschützte

A. Krämer, Die Samoa-Inseln. 8