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Die nicht deutschen Kolonialbnhnen in Afrika.
schwierigen Gründung der Pfeiler in dem umgebenden Sumpfgelände sehr hohe Kosten verursachen. Das Gelände der Strecke Port Herald — Chindiua soll für den Anbau von Baumwolle sehr geeignet sein.
Durch die ferner geplante Verlängerung der Schirehochlandbahn nördlich über Blantyre nach Fort Johnston bis zum Njassasee würde eine durchgehende Eisenbahn von Beira nach dem genannten See geschaffen werden, deren Bedeutung für seine Hinterländer, Britisch-Zentralafrika, das nördliche Mosambik und das südliche Deutsch-Ostafrika in die Augen springt. Für das wichtige Seengebiet würde damit eine englisch-portugiesische, ziemlich geradlinige Zu- und Abfuhrlinie nach und vom Weltmeere, und zwar dem leistungsfähigen Hafen Beira geschaffen, die natürlich auch für das von ihr durchschnittene Gebiet von Mosambik zwischen Beira und Sambesi von großem Wert sein würde. Die Bahnverbindung wird um so wertvoller sein, da der Sambesi in seinem Unterlauf der Versandung stark unterworfen und zurzeit nur noch für Dampfer bis zu 200 t Gehalt schiffbar sein soll.
Von ferneren Eisenbahnplänen in Mosambik sind folgende zu erwähnen:
a) Plan einer Bahn von Quelimane nach Port Herald.
Dieser Plan, der schon seit 1887 schwebt, scheint durch das kürzlich des Sambesi nach einem Punkte nahe dem Zusammenflüsse des kommen, wenn es auch schwer verständlich ist. wie er neben dem geplanten Bahnbau Beira—-Port Herald aufrechterhalten werden kann. Quelimane liegt zwar näher an Port Herald als Beira, aber der Hafen von Beira ist ungleich leistungsfähiger als der von Quelimane, zu lessen Ausbau erhebliche Aufwendungen erforderlich sein würden.
Nach dem erwähnten Gesetz soll die Bahn von Quelimane nördlich des Sambesi nach einem Punkte nahe dem Zusammenflüsse des Schire mit diesem Flusse führen. Eine Verlängerung der Bahn westlich in den Tetebezirk zur Aufschließung der dortigen Ackerbau- und Industriegebiete ist in Aussicht genommen. Das Kapital beabsichtigt man durch eine Anleihe oder durch Bildung eines Spezialfonds aufzubringen, ln diesen Spezialfonds sollen 400000 J(> aus den Einnahmen der Provinz, erhöhte Zolleinnahmen des Bezirks Quelimane, die Reinerträge der künftigen Bahn, sowie Abgaben von den auf ihr zu befördernden Durchgangsgütern fließen; ferner Erträge aus Konzessionen von Ländereien an der Bahn, Abgaben von dortigen Handelsund Industrieunternehmungen u. dgl. Der Verwirklichung dieses portugiesischen Bahnbaues im Wettbewerb mit der englischen Bahn Beira —Port Herald darf man trotz erneuter amtlicher Meldungen aus Portugal Zweifel entgegenbringen.
b) Bahn bau Port Amelia—N jassa.
Die Bahnentwürfe zur Erschließung des Njassasees von Süden her haben auch der Companhia do Njassa, der großen Konzessionsgesellschaft im nördlichen Bezirk von Mosambik, erneute Anregung ge-