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Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas / von F. Baltzer
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Die nicht deutschen Koloniaibahnen in Afrika.

bau in Kapspur kostete weitere 850000 £ = 17340000 Jt> oder rund 61000 J6 f. d. km. Im ganzen stellen sich demnach die Kosten der Bahn auf den hohen Betrag von 116000 M für das km. Hätte man von vorn­herein in Kapspur gebaut, so hätte man beträchtliche Kapital-Auf­wendungen erspart. Der Bau war mit großen Schwierigkeiten verbun­den, weil im östlichen Teil der Bahn sumpfiges Gebiet, im westlichen Teil sehr durchschnittenes, schluchtcnreiches Gebirgsland zu über­schreiten war.

Da der Betrieb der Beirabahn von der Maschonaland-Eisenbahn-Ge- sellschaft für die ganze Strecke BeiraSalisbury geführt wird, so er­scheinen ihre Betriebsergebnisse nicht mehr gesondert. Der Verkehr weist jedenfalls beträchtliche, steigende Ziffern und Einnahmen auf, wie nachstehende Zusammenstellung für die Jahre 19071909 ergibt:

1907

1908

1909

Befördert:

Reisende.

5 270

6966

7 222

Gütertonnen.

51 738

63 502

125 327

Einnahmen in Milre'is (= 4,54 oft) aus:

Personenverkehr.

19 099

20 349

20 171

Güterverkehr.

281 867

435 591

1 248 556

Gesamteinnahme.

308 791

405 222

1 277 626

Nach der vielversprechenden wirtschaftlichen Entwicklung von Rhodesien erscheint die Zukunft der Beirabahn, die hauptsächlich jener zu dienen berufen ist, gesichert.

2. Die Dclagoabahn.

Ihre Vorgeschichte reicht zurück bis in das Jahr 1869, wo der portugiesische Gouverneur von Mosambik die ersten Vorarbeiten ver- anlaßte. Ungefähr gleichzeitig ließ die Regierung von Transvaal Vor­erhebungen für den Bahnbau anstellen, und beauftragte 1875 den Ingenieur Hall mit der Bearbeitung einer Eisenbahnlinie nach Lau- rcnzo-Markes. Die erste Konzession wurde durch Vertrag vom 20. April 1876, und zwar, wie es scheint, der Transvaal-Regierung verliehen; denn der damalige Präsident von Transvaal, Burgers, ließ in Amster­dam eine Anleihe von 300000 £ für den Bahnbau aufnehmen und aus diesen Mitteln Schienen, Schwellen, Baugerät und Fahrzeuge für die Bahn beschaffen. Die Bauarbeiten, die 1877 beginnen sollten, wurden durch die politischen Ereignisse zunächst vereitelt. Im Jahre 1882 kam ein Vertrag zwischen Portugal und Transvaal zustande, der den An­schlußpunkt der beiderseitigen Bahnbauten im Incomati-Tal fest­legte. Durch Vertrag vom 14. Dezember 1883 erhielt Oberst Mac Murdo von der portugiesischen Regierung die Konzession zum Bau einer Eisenbahn von Laurcnzo-Markes nach der Grenze von Trans­vaal, mit der Verpflichtung, zu diesem Zwecke eine Aktiengesellschaft mit dem Sitze in Lissabon zu gründen. Diese Gesellschaft bildete sich