Elfenbeinküste.
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aufsuchte, geht der Verkehr jetzt mit der Balm nach Konakry. Kindia, ein früher unbedeutender Ort, hat sich durch die Bahn in kurzem zu einer wichtigen Stadt entwickelt. Durch Erreichung des Nigers in Kurussa ist der Balmeinfluß erweitert auf 360 km Wasserstraße des Niger, 100 km des Milo, 380 km des Tinkisso, zusammen über 800 km schiffbare Wasserstraßen mit einem Einzugsgebiet, in dessen Mittelpunkt etwa Kurussa liegt.
Eine Verlängerung der Bahn ist geplant in ostsüdöstlichcr Richtung nach Kankan am Flusse Milo, rund 73 km, in das dortige Kautschukgebiet; die Kosten sind veranschlagt auf 5,5 Mill. Fr. einschließlich zweier großer Brückenbauten über den Niger und seinen Nebenfluß Niandan. Das Gleis hat im Jahre 1913 Kankan erreicht.
4. Elfenbeinküste.
Die Bahn Abidjean —Buake.
Der Erschließung dieses Schutzgebietes, das erst in den Jahren 1891 bis 1893 von Frankreich in Besitz genommen ist, stellten sich außerordentliche Schwierigkeiten entgegen: ein fast undurchdringlicher Urwaldgürtel von 120 km Breite, der die Küste einfaßt; die Mündungen der Flüsse, landeinwärts nur auf kurze Strecken schiffbar, sind durch vorgelagerte Barren gesperrt; ungünstiges Klima und eine lange Regenzeit, unter der die Europäer schwer leiden. Nach den ersten Vorarbeiten vom Jahre 1896, bei denen man von vornherein die Einbeziehung der Bahn in das große französische Trans-Niger- Bahnnetz ins Auge faßte, übernahm die Kolonie den Bahnbau in eigenem Betriebe. Die Bahn sollte von Abidjean, das westlich der Hauptstadt Bingerville an dem gleichnamigen Lagunenhaff liegt, m nördlicher Richtung über Ery Macuguie (80 km.i, Kudiakofi und Buake f313 km> nach Kong führen 1 523 km>, um später bis in das Gebiet des Voltaflusses auf Bobo Diulasso verlängert zu werden. Für den Bahnbau und die Hafenanlage in Abidjean wurden dem Schutzgebiet aus der 65 Millionen-Anleihe von 1903 10 Mill. Fr. über
wiesen. Mit dem Bahnbau wurde 1904 begonnen und die ersten 79 km bis Ery Macuguie in rund drei Jahren, Anfang 1907, vollendet. Die Kosten dieser Strecke waren auf rund 63000 «f6/km, im ganzen 6,2 Mill. Fr., veranschlagt. Regen, Klima und die Durchdringung des Urwaldes verursachten auch beim Bau anfangs große Schwierigkeiten.
Für den Weiterbau wurden 1907 22 Mill. Fr. aus der 100 Mil- lioncn-Anleihe des Gouvernements von Französisch-Westafrika bereit- gestellt. Damit hoffte man den Bau der ersten 255 km Bahn in Richtung auf Buake bestreiten zu können. Am 1. Oktober 1908 gelangte die Gleisspitze bis km 165 und hatte nunmehr den dichten Urwald überschritten. Der Bahnbau erreichte im Juli 1909 bei km 181 den Fluß Nzi, dessen Überschreitung die Hauptaufgabe des Jahres 1910 bildete. Im August 1912 wurde Buake erreicht; die Bahn ist zurzeit bis dahin im Betriebe und wird in nördlicher Richtung zunächst bis km 376 verlängert.
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