Der verheißungsvolle Anfang der Neuendettelsauer Mission.
Die bayerischen Missionare haben in Kaiser Wilhelms-Land anf einem langen Küstenstreisen, der von Samoahafen in der Tiefe des Huon-Golfs nordwärts bis weit über Finschhafen hinaus- reicht, eine ununterbrochene Kette von Stationen, die in schönster Entwickelung begriffen sind. An den Orten, wo die Misstonsarbeit zuerst einsetzte (anf den Tami-Jnseln Wonam und Kalal, in Simbang und anf dem Sattelberge), findet man Erstlingsgemeinden mit größerer Seelenzahl. Aber auch die später entstandenen Niederlassungen Deinzerhöhe, Jabim und Pola, die noch kein Jahrzehnt alt sind, haben schon Gemeinden von mehr als 100 Seelen auszuweisen.
Wenn man damit die lange Wartezeit der Rheinischen Mission vergleicht, fragt man sich unwillkürlich, wie diese Verschiedenheit der nicht weit voneinander liegenden Arbeitsfelder, die uns in der Geschichte von Williams, Patteson und Paton auch schon begegnete, wohl zu erklären ist.
Man wird später vielleicht noch einmal klarer erkennen, was der Mission an der einen Stelle förderlich, an der andern hinderlich gewesen ist. Jetzt kann es nur als Vermutung ausgesprochen werden, daß das größere Entgegenkommen der Papna- stämme am Huon-Golf möglicher Weise mit ihren Beziehungen zur polynesischen Inselwelt, in der das Christentum schon lange Eingang gesunden hat, zusammenhängt. Solche sind namentlich auf den Tami-Jnseln deutlich erkennbar. Allem Anschein nach haben die Nenendettelsauer Brüder auch einen besonders