>vic das Lhvistsntuin in die Siidsee kann
Die berühmten Seefahrer, welche die Inseln der Siidsee entdeckten — ihre Namen stehen meist zu bleibendem Gedächtnis auf den Karten verzeichnet — waren die ersten Vertreter des christlichen Europa, mit denen die Eingeborenen zusammentrafen. Sie haben bei der Namengebung*) viele christliche Bezeichnungen in die ferne Inselwelt gebracht, z. B. Weihnachtsund Himmelfahrts-Jnsel, Santa Cruz, Espirito Santo, Sankt Matthias, Guam (St. Johann) u. dergl. Es wäre aber ein Irrtum, daraus den Schluß zu ziehen, daß sie zugleich die christliche Lehre und Moral dorthin getragen hätten. Das überließen sie den nach ihnen kommenden Missionaren.
Es war ein Lieblingsgedanke der alten Geographen, der freilich nicht auf Forschungsergebnissen, sondern nur auf spekulierender Gedankenspielerei beruhte, daß es entsprechend der Ländermasse auf der nördlichen Hälfte der Erdkugel auch im Süden ein großes Landmassiv geben müsse. Man redete in diesen Kreisen gern von der Nsrra, austi-alis InooKiiita., d. h. dem unbekannten Südland. Als sich bei näherer Bekanntschaft mit der Südsee der Traum von diesem großen
*) Es gibt wohl nirgends auf dem Erdglobus wieder ein solches Namengewirr, wie in der Siidsee. Hier ist eS nichts seltenes, daß eine Insel drei oder vier verschiedene Bezeichnungen trägt. In unserem Gebiet hat nach der deutschen Besitzergreifung noch eine Neubenennung, hoffentlich die letzte, stattgefunden, indem englische Bezeichnungen wie Neu-Britannien durch die Verdeutschung Neu-Po»»»ern, Nen-Jrland durch Neu-Mecklenbnrg usw. ersetzt wurden. '