vermerkten mittels Postanweisungen versandten Geldbeträge. Sieht man ab vom Bismarckarchipel und Kaiser Wilhelmsland, von denen die Poststatistiken 1905/06 und Samoa, wo sie 1906/07 aus irgendwelchen unbekannten Gründen überhaupt nicht vorliegen und von den Marshallinseln, bei denen die Angabe des mit Postanweisungen versandten Geldes auch in früheren Berichten fehlt, so fällt dem Beobachter sofort in die Augen, daß die aus den Schutzgebieten in den letzten Jahren versandten Summen die eingelaufenen immer übertreffen und zwar manchmal um recht bedeutende Beträge; eine Tatsache, die wohl zu dem Schluß berechtigt, daß das Leben, oder noch besser das Wirtschaften in unseren Kolonien nicht ganz unrentabel sein kann. Doch ist hier die größte Vorsicht in der Schlußfolgerung' geboten, da ein großer Teil des überseeischen Geldverkehrs nicht per Postanweisung, sondern durch die Banken vor sich geht. Es wird deshalb auch sehr schwer sein, statistisch festzustellen, nach welchen Ländern die aus den Kolonien versandten Gelder gehen. Eine derartige Feststellung wäre aus kolonialpolitischen Gründen äußerst wünschenswert, denn sie gewährte wenigstens einen Überblick darüber, wieviel von den in den Schutzgebieten gewonnenen Summen dem Mutterlande und wieviel den anderen Ländern zuflössen. Und besonders wertvoll könnte die Angabe der Bestimmungsländer für Deutsch-Ostafrika werden, weil man dann hier an der Hand der Statistik in der Lage wäre, die von der indischen Bevölkerung in ihre Heimat gesandten Beträge festzustellen. Die Höhe dieser Summen aber, ihr Steigen oder Fallen in den einzelnen Jahren, würde vielleicht auch etwas zur Klärung der Streitfrage beitragen, ob die Entwickelung unserer größten Kolonie durch das dort ziemlich zahlreich vertretene indische Element in der Tat eine merkliche Hemmung erleidet.
IV.
Zum Schluß noch einige Worte betreffs der Angaben, welche über den Betrieb der Eisenbahnen in den einzelnen Kolonien gemacht werden. Auch sie lassen fast jede Über-
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