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Wirtschaftsgeographische Kritik der Statistik in den Jahresberichten über die Entwickelung der deutschen Schutzgebiete / von Adolf Lehmann
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Die Anregung zu der nachfolgenden Arbeit und die ersten Ratschläge für ihre Anfertigung verdanke ich Herrn Professor Dr. Dove, dem ich noch einmal an dieser Stelle meinen verbindlichsten Dank ausspreche.

Die alljährlich erscheinenden Berichte mit den dazu ge­hörenden Anlagen über die Entwickelung der deutschen Schutz­gebiete in Afrika und der Südsee entsprechen ungefähr dem, was unter einerStatistik im materiellen Sinne ') zu verstehen ist. Sie enthalten eine auf erschöpfende, in Zahl und Maß festgelegte, Massenbeobachtungen gegründete Klarlegung der Zustände und Erscheinungen innerhalb und außerhalb des gesellschaftlichen Lebens in unseren Schutzgebieten, so­weit solche in sozialen und anderen Massen zum Ausdruck kommen, und zwar befindet sich diese Klarlegung der Zu­stände und Erscheinungen in den Berichten selbst, während in den Anlagen dazu größtenteils die Massenbeobachtungen niedergelegt sind. Zweck der Berichte ist zunächt, den Mit­gliedern des Reichstages die Möglichkeit zu geben, ihre Kennt­nisse von unseren Kolonien zu erweitern, genaue Einsicht in die dort bestehenden Verhältnisse zu erhalten, sich über den Fort- bzw. Rückgang in der jährlichen Entwickelung der ein­zelnen Gebiete zu unterrichten, schließlich auch durch Ver­gleichung mit früheren Berichten und Benutzung des bei­gefügten Zahlenmaterials Schlüsse auf ihre Zukunft zu ziehen, um sich mit um so größerem Verständnis und Interesse an allen die einzelnen Kolonien betreffenden Beschlußfassungen beteiligen zu können.

Doch damit ist die Aufgabe der- Berichte noch nicht erschöpft. Genau dasselbe wie den Mitgliedern des Reichs­tages gewähren sie, da jedem zugänglich, auch dem einzelnen Staatsbürger. Weiter enthalten sie besonders in den Anlagen

l ) Dr. G. v. Mayr, Theoretische Statistik 1S95, S. 22.