unterwerfen und sie nicht mehr von den Entschließungen der einzelnen Beamten in den verschiedenen Besitzungen abhängig zu machen.
II.
Die Beurteilung der Wirtschaftsverhältnisse eines Landes und seiner Entwickelung innerhalb bestimmter Zeiträume ermöglicht am besten die Betrachtung des durch die Ein- bzw. Ausfuhr bedingten Produktenumsatzes, wie er aus den am Schlüsse eines jeden Jahres veröffentlichten Handelsstatistiken zu ersehen ist. Auch über unsere Kolonien sind solche statistischen Angaben den Berichten über die einzelnen Gebiete beigefügt, welche uns durch die Vergleichungsmöglichkeit der Ein- und Ausfuhrziffern für eine Reihe von Jahren wertvolle Aufschlüsse über den Fort- oder Rückgang in der wirtschaftlichen Entfaltung unserer überseeischen Besitzungen gewähren. So ist das beständige Wachsen der Ziffern ') für den Gesamthandel unseres osta f rikanischen Schutzgebietes in den letzten Jahren ein Beweis für sein stetiges Fortschreiten in der Gesamtentwickelung trotz der hemmenden Einflüsse einiger durch die Nachwehen des Aufstandes rückständigen Bezirke, in gleicher Weise, wie der Rückgang des Handels in den Marshall-Inseln 2 ) die wirtschaftliche Krisis erkennen läßt, unter welcher die dortigen Bewohner durch die Folgen des vorjährigen Taifuns und den an den Kokospalmen angerichteten Schaden zu leiden haben.
Die Handelsstatistiken in den Berichten geben uns aber auch noch Gelegenheit, die wirtschaftlichen Verhältnisse der einzelnen Kolonien miteinander zu vergleichen. Als Beispiel diene die nachfolgende Tabelle. In ihr ist die Gesamteinfuhr der letzten vier Jahre ohne Berücksichtigung des auf die Farbigen entfallenden Anteils auf den Kopf der weißen Bevölkerung verrechnet. Die erlangten Zahlen sind insofern interessant, als sie sofort in rohen Umrissen er-
*) Bericht 1906/07 S. 45. ‘‘) Bericht 1906/07 S. 20.