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Unsere Südsee : ein unentbehrlicher Bestandteil der deutschen Volkswirtschaft / von Horst Weyhmann. Mit einem Geleitwort von G. Thilenius
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^Warum die Südseebefitzungen beutst bleiben müssen

Betrachten wir das Bild, das sich in den vorhergehenden Ab­schnitten vor unseren Augen entrollt hat, noch einmal zusammen­fassend, so ergibt sich mit unzweifelhafter Klarheit, daß unsere Be­sitzungen in der Südsee nach diesem Kriege Aufgaben zu erfüllen haben werden, die hinter denen unserer afrikanischen Kolonien nicht zurückbleiben.

Nicht Eroberungslust, Ehrgeiz, Abenteuerdrang oder eine vorübergehende Laune haben die Lenker der Geschicke des Deutschen Reiches veranlaßt, unter Bruch mit alten Überlieferungen und Grund­sätzen überseeischen Landerwerb zu suchen, vielmehr hat sie die klare Erkenntnis der dringenden Bedürfnisse unseres Volkstums dazu ver­anlaßt, nach eigenen Betätigungsfeldern für Deutschlands Handel und Wandel in Übersee Ausschau zu halten. Die Gesichtspunkte, die damals den Ausschlag gegeben haben, sind heute nicht verschwunden, vielmehr sind die Bedürfnisse von Handel und Industrie mit ihrer fortschreitenden Entwicklung noch gewachsen. Wenn dieser Krieg ausgekämpft sein wird, dann darf das Deutsche Reich nicht durch den Verlust seiner Kolonien oder Teilen davon in seiner natürlichen Entwicklung gehemmt sein, vielmehr muß es sich voll ent­falten können im freien Spiel der Kräfte. Die deutsche koloniale Be- tätigung hat längst aufgehört, eine Privatangelegenheit einzelner unternehmender Kaufleute zu sein; sie ist seit langem eine Ange­legenheit des ganzen deutschen Volkes geworden.

In der Reihe unserer überseeischen Besitzungen spielen aber die­jenigen in der Südsee eine hervorragende Rolle, sowohl in macht- politischer wie in wirtschaftlicher Beziehung. Angesichts der nach dem Kriege so dringend notwendigen Zusammenfassung all unserer Kräfte wird es nötig sein, die von allen Rohstoffen entblößte Heimat so rasch wie möglich in die Lage zu versetzen, die aus dem Gleis geworfene Volkswirtschaft wieder aufzubauen.

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