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OeschichtliAer Überblick
Erst der Verlust unserer von der großen Masse lange etwas vernachlässigten Südscebesitzungen hat manchem ihren Wert eindringlich vor Augen geführt, und gar mancher hat sich erst durch die kriegerischen Ereignisse veranlaßt gefühlt, sein Auge prüfend über diese Gegenden schweifen zu lasten und sich klarzumachen, welchen wirtschaftlichen und politischen Wert sie in der Gegenwart haben und in der Zukunft etwa gewinnen können. Das Ergebnis einer solchen Prüfung kann nicht zweifelhaft sein, stellen doch gerade unsere Besitzungen in der Südsee schon jetzt einen Faktor von so bedeutendem Wert dar, daß ihre Ent- wicklungsmöglichkcitcn nicht leicht überschätzt werden können. In der Tat ist denn auch die wirtschaftliche Bedeutung dieses Besitzes niemals in Abrede gestellt worden, wohl aber hat man es unterlassen, besonders daraus hinzuweisen. Man hat sich vielmehr daraus beschränkt, die sich aus der geographisch-politischen Lage vielleicht ergebenden Nachteile unverhältnismäßig stark zu vergrößern, um die Vorteile eines geschlossenen deutschen Kolonialreiches in Afrika in ein um so helleres Licht zu setzen. Eine derartig einseitige Argumentation darf aber nicht unwidersprochen bleiben. Sie darf es um so weniger, als die sogenannten Nachteile der geographischen Lage unserer Südseebesitzungen in politischer Hinsicht eine ausschlaggebende Bedeutung gewinnen werden, denn die Kolonien sind für uns nicht nur reine Wirtschaftsgebiete, sondern darüber hinaus auch weltpolitische Stützpunkte. Bei der großen Auseinandersetzung, die wegen der Aufteilung des Stillen Ozeans zwischen Ostasien, Amerika und England- Australien früher oder später fraglos kommen wird, darf das Deutsche Reich nicht unbeteiligt sein, vielmehr müssen wir in die Lage kommen, in allen weltpolitischen Dingen entscheidend mitsprechen zu können. In erster Linie gilt es deshalb, festzuhalten an dem, was wir bereits deutsch nennen konnten. Darüber hinaus — aber erst in zweiter
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