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Unsere Südsee : ein unentbehrlicher Bestandteil der deutschen Volkswirtschaft / von Horst Weyhmann. Mit einem Geleitwort von G. Thilenius
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Geleitwort

In dem freundlichen Bilde, das Reisende von den tropischen Südsee-Jnseln zu entwerfen Pflegen, fehlt meist die Würdigung der kolonisatorischen Arbeit, die dort geleistet wird. Gerade wir Deutsche haben besonderen Grund, dieser Arbeit zu gedenken. Die Südsee, in der amerikanische und englische Walfänger ihr Wesen trieben, Sandelholzschiffe und Menschenjäger die Inseln schwer heimsuchten, ist zuerst planmäßig von Deutschen erschlossen worden. Vor über 60 Jahren begannen sie mit der Anlage von Handelsstationen, denen bald Pflanzungen folgten, und trotz vieler Schwierigkeiten, unter denen die politischen nicht die geringsten waren, wußten die deutschen Firmen ihren unbestrittenen Vorrang zu wahren. Seit der Besitz­ergreifung haben sich die deutschen Gebiete unter der pfleglichen Leitung landeskundiger Gouverneure und der einsichtigen Mitarbeit deutscher Kaufleute zu blühenden Kolonialländern entwickelt, die als Lohn für die Arbeit und Sorge so mancher Jahre reiche Frucht zu tragen begannen und der Heimat rasch steigende Mengen von Erzeugnissen lieferten.

Was die Inseln heute wirtschaftlich für uns bedeuten, hat der Ver­fasser nach den reichen Quellen der Zentralstelle des Hamburgischen Kolonialinstituts dargestellt. Seine sachliche Schilderung ist ein Zeugnis geworden für den Wert, den die Gebiete durch die Tätigkeit deutscher Unternehmungen gewonnen haben. Wichtiger noch ist der Nachweis der intensiven Entwicklung, zumal der Pflanzungen und bergmännischen Unternehmungen in den letzten Jahren vor dem Krieg, ganz abgesehen von sorgfältig vorbereiteten neuen Unternehmen. Das alles will heute besonders bedacht sein. Auch wer sich nur auf den Standpunkt des Verbrauchers stellen will, hat durch den Krieg erfahren, daß unsere Industrie nach dem Kriege vor allem so rasch als möglich Rohstoffe in großen Mengen braucht. Am sichersten werden wir sie aus unsern