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aber ungemein weichem und leichtem Holzkörper besitzt, gefiederte Blätter und Sowohl an diesen wie am Stengel zahlreiche kleine Stacheln und in den Blattachseln Bliithenstiele mit meist 2 ansehnlichen gelben Schmetterlingsbliithen und zuletzt ± spiralig gewundene Gliederhülsen trägt. Fast immer ist auch zwischen diesen Pflanzen die schwimmende Acacee Pistia Stratiotes anzutreffen.
Besonders ausgedehnte Papyrussümpfe treten am Oberlauf des Ulanga im Mahengeland auf, am unteren Ugalla-P'luss und ganz besonders reichlich an den Ufern des Victoria-Nyansa. Ferner sind in dem ganzen Gebiet zwischen Victoria- Nyansa, dem Tanganyika und dem Albert-Edward-See sowohl in den unteren Theilen grosse Papyrussümpfe, wie auch in den oberen Regionen, an den Bächen des Gebirgsweidelandes Einfassungen von Papyrus anzutreffen. Auch am Ndschirisee hat von Höhnel noch Papyrus- und Schilfdickichte konstatirt.
Auf dem Victoria-Nyansa und auf grossen Flüssen ist eine nicht seltene Erscheinung die, dass ganze Inseln von Papyrus und Ambatsch, oder auch nur mit einer dieser Species besetzt, auf dem Wasser herumtreiben; ähnlich verhält sich auch eine andere grosse Cyperacee des äquatorialen Afrika, Hypaelyptum senegalense.
IV p. Die Savannen.
Der Begriff der Savannen ist, seitdem er von Al. v. Humboldt in die Pflanzengeographie eingeführt wurde, allmählich in sehr verschiedenem Sinne gebraucht worden und ich selbst habe auch in meiner Darstellung der afrikanischen Hochgebirgsflora die Grassteppen, welche mit einzelnen Gehölzen durchsetzt sind, als Savannen bezeichnet; es widerspricht dies nicht dem Gebrauch, da sowohl die in der Ebene, wie die im Gebirgsland des cisäquatorialen Südamerika vorkommenden Grasländer Savannen genannt werden. Zum ursprünglichen Begriff der Savanne gehört aber, dass hinter den herrschenden Gramineen und Cyperaceen andere Stauden ganz zurücktreten; dies ist bei den vorher geschilderten xrophilen Grasformationen in geringerem Grade der Fall, als in der Grasformation der Niederungen, in welchen ein zäher lehmiger oder thoniger Boden die reichlichen Niederschläge der Regenzeit nicht durchsickern lässt, welche demnach in der Regenzeit und unmittelbar nach derselben einen bodenlosen Sumpf darstellen, bis das Wasser langsam von der Sonne aufgesogen wird und nun der vorher weiche, schlammige Boden hart und von zahlreichen Rissen zersprengt wird (vergl. aüch Graf Pfeil in Petermanns Mittheilungen 1886, S. 353). Nur einzelne krüppelige Bäume, meistens Acacia, mitunter auch Morinda citrifolia (im Seengebiet), vermögen sich über das mannshohe Gras zu erheben. Derartige Savannen finden sich in der Makata-Ebene, im Süden von Nguru, zwischen Usagara und Ukami, in der Kisaki-Ebene, in Khutu, im Makulaland im Nordwesten des Nyassa-Sees, in Ugunda, in den Niederungen oft sehr ausgedehnt und daselbst als Boga bezeichnet, ferner im Norden von Ussongo, zwischen Nindo und Salaue, namentlich aber im Südwesten des Victoria Nyansa, übergehend in den Golf, auch im Süden des Smythsund, im südlichen Ihangiro und im Norden und Nordwesten des Victoria-Nyansa in den Senkungen zwischen den bewaldeten Rücken.' 1 '')
Verwerthung der Savannen.
Die von den Eingeborenen in solchen Savannen vorgenommenen Kulturen beschränken sich auf den Anbau von Sorghum und Pennisetum.
*) Leider fehlt es in unseren Sammlungen ganz und gar an Gräsern, die man zuverlässig als echte Savannengräser ansehen könnte. Die grossen Andropogoneen, welche Dr. Stuhl mann bei Bukoba sammelte, gehören den Plateaulandschaften an.