besteht, wächst nur Gras, in dem hier und da einige Schirmakazien stehen; nur auf den für das Land so charakteristischen Felsenhügeln hat sich Steppenbusch angesiedelt. Trotz der Trockenheit und, trotzdem mehrere Monate fast kein Regen fällt, ist das Land doch recht produktiv.
Dann folgt der Rückmarsch nach S. und es werden noch folgende Angaben gemacht:
S. 750. Eine kleine Wildniss mit Akazien-Gestrüpp trennte uns von der Landschaft Urima. Die Gegend ist völlig baumlos, nur an den Felsgruppen bietet etwas Gebüsch dem Auge Abwechslung.
S. 752. Diese Bäche (im Distrikte von Nera) führen nur während der Regenzeit Wasser, in der trockenen Periode sind es 1—2 m in die Ebene eingeschnittene, mit flacher, sandiger oder kiesiger Sohle versehene Torrente; man kann durch Graben das ganze Jahr hindurch Wasser aus ihnen erhalten.
Dann wird die Landschaft Sseke erreicht.
S. 753. Das Terrain ist hier leicht wellig und vorwiegend sandig. Die weiter nördlich so häufigen P’elsrücken werden bedeutend seltener, je mehr man nach Süden marschirt. In der Vegetation tritt uns zum ersten Mal wieder der Affenbrotbaum entgegen, der in den Gebieten um die grossen Seeen herum fehlt.
Wir sehen aus allen diesen Angaben, dass die Steppenbüsche hier unter etwas eigenartigen Verhältnissen auftreten, und die gesammelten Arten sind zum Theil auch eigenthümliche oder wenigstens in den südlichen Steppen nicht auftretende: Vitex Fischeri, Haronga paniculata, ein Baum des Gebirgswaldes, Ficus lutea, Antidesma venosum, Sterculia spec., Psychotria spec., Odina fulva, Commiphora Eminii und C. laxiflora, Crossopteryx africana, Hoslundia verticillata, Grewia bicolor, Cissus Eminii, Loran- thus Stuhlmannii.
Ausserdem liegen von Kagehi vor: Ehretia Fischeri, Phyllanthus Engleri, Bridelia scleroneuroides, Cissus Fischeri, Adenia Schwein- furthii, Prosopis Fischeri, Randia P'ischeri, Vanguiera apiculata, Loranthus kagehensis.
Nach diesen Befunden glaube ich schliessen zu dürfen, dass diese Steppenbüsche einen Uebergang zu der Gebirgsbuscbformation darstellen, welche auf den Plateaulandschaften zwischen den Seeen auftritt und mancherlei Anklänge an den abyssinischen Gebirgsbusch zeigt.
3. Die hygrophilen Formationen des Inlandes.
IVn. Flora der Tümpel und Seen.
Während die meisten Wasserpflanzen des tropischen Ostafrika weit verbreitet sind, sind doch auch mehrere bis jetzt in den Küstenlandschaften noch nicht gefunden worden, sondern erst jenseits des ostafrikanischen Grabens, oder nur in dem eigentlichen Zwischenseeengebiet und dem Ghasalquellengebiet; es wird sich daher empfehlen, auch der Verbreitung dieser Pflanzen in Zukunft noch weitere Beachtung zu schenken. Zu den auch im Küstenland und weiter westwärts verbreiteten gehören: Riccia fluitans, Pistia Stratiotes, Limnophyton obtusifolium, Burnatia enneandra, Nymphaea Lotus, N. stellata, Cerato- phyllum demersum, Trapa bispinosa und Utricularia reflexa; dagegen sind in Ostafrika bisher nur im Seeengebiet, zum Theil auch in Unyamwesi beobachtet worden: Potamogeton fluitans, P. javanicus, P. lucens,
P. pectinatus, Najas indica und N. interrupta, Hydrilla verticillata, Vallisneria spiralis, Boottia scabra und B. P'ischeri, Eichhornia natans