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(nur in Madi), Heteranthera callaefolia (desgleichen), Utricularia Oliveri, U. stellaris.
Auch die in flachen Tümpeln auf felsigem Boden oder auf überschwemmtem Wiesenterrain wachsenden Aponogeton Stuhlmannii und A. Boehmii fehlen diesseits des ostafrikanischen Grabens, nur A. abyssinicus kommt auch noch im Massaihochland vor.
IV o. Die Sumpfformationen.
IVoa. Die Sumpfformationen im Allgemeinen.
Die Sumpfformationen des Inlandes beherbergen zwar zum Theil dieselben Pflanzen, wie die des Vorlandes, aber mit Rücksicht auf die genauere Erforschung und die sich vielleicht noch ergebenden Verschiedenheiten empfiehlt es sich, auch hier auf die wichtigeren Arten, welche nur aus dem Inland bekannt geworden sind, hinzuweisen. Bezüglich der Sumpfgräser und Cyperaceen macht sich kein grosser Unterschied zwischen den Sümpfen des Inlandes und des Vorlandes oder des Küstenlandes bemerkbar. Im Allgemeinen treten nicht bloss dieselben Gattungen, sondern auch dieselben Arten auf. Als nur dem Seeengebiet zukommende, oder auch noch nördlich davon vorkommende Cyperaceen möchte ich hervorheben: Heleocharis capitata, Fuirena macrostachya und
leptostachya, Rhynchospora candida.
Eine eigenartige, im Seengebiet, dem Nyassaland und Südafrika vorkommende Cyperacee ist Ascolepis protea. Auch Xyris Hildebrandtii findet sich im Seeengebiet und dem Nyassaland, aber nicht zwischen dem ostafrikanischen Graben und der Küste. Polygala bukobensis findet sich in Sümpfen von Bukoba und des Ghasalquellengebietes, Jussieua repens scheint auch nicht den ostafrikanischen Graben zu überschreiten, ebenso Lindernia lobelioides und L. Stuhlmannii. Erheblichere Aenderungen machen sich in Uganda bemerkbar, wo entsprechend dem westafrikanischen Charakter der übrigen Flora in den Schilfdickichten neben der Aeschynomene die Marantacee Donax ugandensis an den sumpfigen Ufern des Victoria-Nyansa undurchdringliche Dickichte bildet.
IVoß. Die Vossia-Sümpfe.
Das grosse rohrartige Andropogoneen-Gras, Vossia cuspidata wächst vom Victoria-Nyansa nordwärts bis Abyssinien und auch im Nyassaland an den Flüssen oft in solchen Mengen, dass es Grasbarren bildet und die Schifffahrt hemmt.
IVOy- Die Schilfdickichte.
Solche, aus Phragmites communis zusammengesetzt, sind an den Ufern aller grösseren P'liisse und der Seeen, auch in der Nähe der Wembere-Steppe verbreitet und oft von bedeutender Ausdehnung. Hin und wieder treten in denselben auch Phoenix-Palmen auf.
IVo 6. Papyrussümpfe.
Sümpfe mit vorherrschender Vegetation des 2—4 m hohen Cyperus Papyrus sind in einzelnen Gebieten oft sehr ausgedehnt; sie finden sich auch nur da, wo ständig Wasser vorhanden ist. Häufig kommt mit dem Cyperus zusammen Phragmites communis, unser Schilfrohr vor, dazwischen auch am Victoria-Nyansa Aeschynomene Elaphronylon, der Ambatsch, eine Leguminose, welche einen 3—6 m hohen, am Grunde oft über 1 dm dicken, aufrecht kegelförmigen, sehr rasch wachsenden Stamm mit sehr stark entwickeltem,
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