Der Kismarck-Archipel.
Den Bismarck-Archipel bilden in erster Linie zwei größere, lange und verhältnismäßig schmale Inseln, von denen die bedeutendere, Neu-Pommern (Neubritannien), in einem Bogen von West nach Nord und die andere, Neu-Mecklenburg (Neuirland), in einem Bogen von Süd nach West verläuft, und eine Reihe von kleineren Inselgruppen und einzelnen Eilanden, die der Mehrzahl nach westlich der beiden Hauptinseln in der Richtung nach Nordost-Neuguinea zu suchen sind.
Neu-Pommern (32170 Quadratkilometer oder 584,30 deutsche geographische Quadratmeilen groß) ist wie Neuguinea im Innern noch völlig unbekannt und auch der Verlauf der Küsten ist nicht allenthalben mit Sicherheit festgestellt. Gewaltige, urwaldbedeckte Berge erfüllen die Insel und vom Meer aus erblickt man häufig weitgedehnte Flächen offenen Graslandes. Auf der Nordseite liegt eine Reihe teils thätiger, teils erloschener Vulkane. Die bekanntesten derselben sind der Vater (1200 Meter hoch), der Nördliche Sohn (495 Meter) und der Südliche Sohn (900 Meter), die zum Rumpf der Insel gehören und die Mutter (741 Meter) mit der Nördlichen und der Südlichen Tochter, die auf der Gazelle-Halbinsel sichtbar sind, welche nur durch einen schmalen Isthmus zwischen der Spacious-Bai und der Open-Bai mit dem übrigen Lande in Verbindung steht. In der Mitte der Halbinsel erhebt sich der Varzin (früher Beautemps-Beauprs genannt, zu 547 Meter Höhe). Von diesem Berge aus überblickt