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Kaiser Wilhelms-Land und der Bismarck-Archipel : nach den neuesten Quellen geschildert / von Carl Hager
Entstehung
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Neuguinea und die Papuas.

Aegt man die Nordwestspitze von Neuguinea auf die Nord­westspitze Frankreichs, auf die Halbinsel Bretagne, so erreicht seiuc Südostspitze die Mündung der Donau und seine größte Breite dehnt sich zwischen den Alpen und der Nord- nnd Ostsee aus.

Die Rieseninsel, die größte der Welt, hat einen Flächen­raum von 7tt5 362 Quadratkilometern oder 14 263 Ouadrat- meilen, kommt also beinahe dem Raum gleich, den Spanien und Italien zusammen einnehmen; rechnet man die zahlreichen Neben­inseln hinzu, so steigt das Areal auf 14 673,3 Quadratmeilen. Neuguinea besteht aus einem zentralen Teil und einer nordwest­lichen und südöstlichen Halbinsel, die nur durch schmale Land­engen mit der Mitte in Verbindung stehen. Gebirgszüge durch­ziehen diese 3 Teile und halten im wesentlichen die nordwestlich- südöstliche Hauptrichtung des Landes ein. (In dieser Richtung beträgt die, größte Länge 2380 Kilometer, der größte Breiten­durchmesser ist auf 660 Kilometer berechnet.) Im Nordwesten der Insel dringt die Geelvink-Bai ein. Gegenüber dem Südufer dieser Bai liegt die Triton-Bucht und der zwischen beiden liegende Isthmus verbindet die nordwestliche Halbinsel mit der zentralen. Dem Westufer der Geelvink-Bai gegenüber dringt die Mac Cluer-Bai in östlicher Richtung soweit vor, daß nur eine schmale Landenge zwischen den beiden Meeresteilen bestehen bleibt. Die Nordwesthalbinsel teilt sich demnach in zwei kleinere Halbinseln: auch diese Teile zeigen vielfach das Bestreben nach