Vorwort.
Das Erscheinen der nachstehenden tropenmedicinischen Studien hat sich zu meinem Bedauern sehr verzögert. Der Einfluss eines länger (lauernden Aufenthalts an der westafrikanischen Fieberküstc machte es mir zur Zeit des auf denselben folgenden Heimathsurlaubs nicht möglich, das umfangreiche, während einiger Jahre Tropenlebens zusammengebrachte Material zu ordnen und zu bearbeiten. Die auf den Urlaub folgende fast 2 Yojährige Thätigkeit als Begierungsarzt beim Kaiserlichen Gouvernement von Deutsch-Ostafrika war durch-das Studium der ostafrikanischen Pathologie und die Anbahnuni:' erträglicher sanitärer Verhältnisse im nördlichen Bezirk der Kolonie, in welchem ich stationirt war, stark in Anspruch genommen, der Vorkehr mit der Verlagsbuchhandlung zwischen Berlin und meiner südhemisphärischen Station, im besondern die Erledigung der nothwendigen Correcturen nahm ausserordentlich viel Zeit in Anspruch. So ist es mir erst im Beginn meines zweiten Heimathsurlaubs möglich, die kleine Arbeit abzuschliessen.
Einzelnes hat sich inzwischen in der Kolonie, die ich im Nachstehenden schildere, geändert. Unsere.Kenntniss eines Theiles derselben, namentlich des küstennahen Terrassen- und Hochlands ist durch kleine Expeditionen erweitert und vertieft worden, einige der sanitären Verbesserungen, die ich für die Küste erstrebte und anzubahnen meiner Zeit bemüht war, sind inzwischen durchgeführt oder in der Durchführung begriffen. Andererseits hat sich manche Hoffnung nicht erfüllt, die ich au( Grund der Erfahrungen glaubte hegen zu dürfen, welche ich in Kamerun gesammelt und später in Ostafrika unter allerdings unvergleichlich viel günstigeren gesundheitlichen Verhältnissen bestätigt gefunden hatte, in erster Linie rechne ich dahin den ausserordentlich schweren Charakter, mit welchem in den letzten zwei Jahren die Malaria, zeitweis in gradezu epidemieartiger Weise, an der ganzen tropischen Westküste, im besondern in Togo und Kamerun, aufgetreten ist. Spcciell