Teil eines Werkes 
3 (1912) Ostafrika / Karl Dove
Entstehung
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Geschichte und Erforschung.

Ostafrika ist die einzige von unseren Kolonien, deren Küstenländer bereits vor der Besitzergreifung durch das Teut­sche Reich eine Art von geschichtlicher Entwicklung durch­gemacht haben. Zwar beschränkt diese sich vorwiegend auf die Ausgestaltung bestimmter Besitzverhältnisse. Nichts­destoweniger setzte sie diese Gegenden bereits ziemlich früh in bestimmte Beziehungen zu auderu Weltteilen. Zunächst sind es die Araber, denen wir an den Westrändern des Indi­schen Ozeans bereits im frühen Mittelalter begegnen. Auch das die Neuzeit einleitende Zeitalter der Entdeckungen ist nicht vorübergegangen, ohne auch diesen Küsten eine aller­dings vorübergehende Periode portugiesischer Herrschaft zu bringen, die aber bald wieder ihr Ende erreichte. Aufs neue erscheinen die Araber, und der Einfluß, deu dieses Polt mit der Zeit gewann, begann sich in der zweiten Hälfte des ver­flossenen Jahrhunderts bereits weit in das Innere auszu­breiten, wenn auch keineswegs in günstigem Sinne. Bis in diese Zeit bestand indessen auch noch ein gewisser Znsammen- hang des sansibaritischen Arabertums mit der asiatischen Heimat, dem Sultanat Oman, der im neunzehnten Jahr­hundert sogar zur Übersiedelung der Sultane nach Sansibar geführt hat.

Ein zweites landfremdes Volk, dessen Vertreter wir in neuerer Zeit in nicht unbeträchtlicher Zahl an den Küsten und namentlich auf der Insel Sansibar auftauche,, seheu, die Inder, hat niemals eine Rolle in der politischen Entwick­lung des Landes gespielt. Um so größer und nachhaltiger ist der Einfluß, den sich dieser Teil des asiatischen Elements