4. Kapitel.
WindhoeK.
aum eine Stunde nach meiner Ankunft machte Windhoek Anstalten, seinen neuen Bewohuerkennen zu lernen. Da die Gesamtzahl der Europäer die Zahl fünfzig kaum überstieg, so war dieser Wunsch sehr erklärlich. Als erster am Platze erschien der Sekretär des Kommissariats, Reichelt, der mich bar, um die Frühstückszeit ein Glas Wein in seiner Wohnung zu trinken 5 und gleich darauf kehrte der geschäftige Herr von Goldammer zurück und überbrachte mir eine Einladung des stellvertretenden Führers der Truppe, des Premierleutnants von Ruww, zu Tische. Im Kommissariat lernte ich die Frau des Sekretärs kennen, die als erste in Windhoek ansässige Dame auch das Anrecht auf den ersten Besuch besaß. Da das für Reichelts im Bau begriffene Haus noch fern von seiner Vollendung war, hatte man ihnen eine aus zwei Zimmern bestehende Wohnung im Negierungsgebäude eingeräumt, wo sie sich ganz behaglich eingerichtet hatten. Die Zimmer Waren hoch, luftig und bei Tage nicht übermäßig warm: