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Südafrika : eine Landes-, Volks- und Wirtschaftskunde ; mit 47 Abb. auf Taf., 34 Karten u. zahlr. Profilen / von Siegfried Passarge
Entstehung
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Das Burenhochland. l j y

von Lydenburg angehört, Ähnlich wie nach Westen verschwinden auch nach Norden hin die Karruschichten und es kommen in breiter Fläche die Lydenburger-Schichten zutage, im Westen auch der rote Granit. So besteht denn das Bergland hauptsächlich aus drei Zonen: im Osten aus dem in mächtigen Bänken entwickelten Malmamidolomit, der reich an Golderzländerstätten ist und die höchsten Höhen bildet (Mauchberg 2 658 m), in der Mitte aus Pretoriaschichten, die von den Zuflüssen des Olifantflusses durch­schnitten und in ein Bergland aufgelöst sind, und im Westen bis zum oberen Olifant aus dem Roten Granit. Dem Hochfeld gegenüber nimmt der größte Teil des Lydenburger Berglandes ein tieferes Niveau an, indem die Täler 1400 i5oom hoch liegen, die Berge im allgemeinen aber kaum 17001800 m erreichen dürften.

Indem der Rote Granit westlich des Olifantflusses nicht mehr in dem Maaße, wie die sedimentären Schichten weiter östlich, von Flüssen durchschnitten wird, entwickelt sich die Ebene des Buschfeldes, die nach Westen hin in die Hochebene von Mafe- king (13001400 m) übergeht. Es ist ein recht ebenes Land, dem nur niedrige Ketten und Berge aufgesetzt sind, so besonders im Westen die Pilandsberge. Im Süden wird die Ebene von den Magaliesbergen, im Norden vom dem Bergland von Nordtransvaal begrenzt. Zum größten Teile besteht sie aus Rotem Granit, auf dem aber Reste der Karruformation und des Waterbergsandsteines liegen. In der Mitte, in den Springbokflats, tritt der Buschfeld­mandelstein auf, der erst nach der Ablagerung der Karrusand- steine emporgedrungen ist. Die vereinzelten Berge bestehen aus Quarzporphyren, einer Abart des Roten Granits. Die Flüsse entspringen sämtlich in den Magaliesbergen, resp. auf dem Wit- watersrand. Der Osten wird durch den Elandsfluß entwässert, der zum Olifant geht, der Westen aber von den Quellflüssen des Limpopo, sowie dem Mariko und Notwane. Diese Quellflüsse führen das ganze Jahr über Wasser, weil die Hochfläche, auf der sie entspringen, aus Malmamidolomit besteht, der bekanntlich in der Tiefe wasserreich ist. Die in ihm eingeschnittenen Flußbetten werden daher dauernd mit Grundwasser gespeist.

c) Das Bergland von Nordtransvaal.

Das nördliche Bergland ist dasjenige Gebiet Transvaals, das bis jetzt noch am wenigsten erforscht ist, nicht nur geologisch, sondern auch rein kartographisch. Man nimmt im allgemeinen