Das Burenhochland. gg
Vegetation hauptsächlich auf schwerem Tonboden, der, wie in dem Kapland, auch hier den Tonschichten der Karruformation sein Dasein verdanken mag. Der wirtschaftliche Wert des Landes hängt ganz wesentlich von der Vegetationsdecke ab. Wie das Kapland ist auch das Groß-Namaland vorwiegend für Schaf- und Ziegenzucht geeignet, das Damaraland dagegen für Rinderzucht.
Ein Wort noch über den ehemaligen Wildreichtum des Südwestafrikanischen Hochlandes. Viel ist von ihm nicht mehr vorhanden. Größere Tiere, wie Elefant, Nashorn und Büffel dürften auf den äußersten Norden des noch wenig bekannten und besuchten Kaokoplateaus beschränkt sein, während Antilopen, Zebras und Strauße noch durch das ganze Gebiet hin vorkommen, aber nirgends mehr in so großer Menge, wie einst.
XL Kapitel.
Das Burenhochland.
Das geschlossene Plateau, das sich zwischen dem Oranje und Limpopo erstreckt und auch die Zentralstufe mit umfaßt, gliedert sich in folgende natürliche Regionen: i. Klein-Namahochland und Groß-Buschmannland, 2. das Kapländische Faltengebirge, 3. die Oranjehochebene mit der Großen Karru und dem Stufenland von Kaffraria und Natal, 4. das Transvaalhochland und 5. die Zentralstufe mit dem Vorland.
Das Klein-Namahochland mit Groß-Buschmannland.
Die Nordgrenze wird ungefähr durch eine Linie gebildet, die von Prieska am Oranje nach SW. über den Kuilsberg zum Spionberg II und dem Doornberg- und Zoutrevier abwärts zum Oli- fantfluß und zur Küste läuft. Dieses Gebiet gliedert sich in drei Zonen:
1. Das Küstenvorland steigt ähnlich wie die Namib langsam an und ist eine mit Sand und niedrigen Büschen bedeckte ebene und hügelige Fläche. Dünenketten begleiten die Küste und greifen in das Innere ein. Anscheinend ziemlich steil erhebt sich dann 2. das Gebirgsland, das einen 1000—1300 m hohen Plateauklotz vorstellt, der von Flußbetten durchfurcht und in ein Gebirgsland aufgelöst ist. Der höchste Punkt scheint in den Kamisbergen